http://www.faz.net/-gqe-8mcxn

Wertvolle Markenrechte : Wie Albert Einstein jedes Jahr Millionen verdient

  • Aktualisiert am

Mit der Marke Albert Einstein lässt sich gutes Geld verdienen. Bild: AP

11,5 Millionen Dollar hat die Marke „Albert Einstein“ 2015 eingebracht. Mit dem berühmten Physiker darf aber noch lange nicht jeder werben.

          Sein Name wird synonym für Genie verwendet und sein Konterfeit ist eine Ikone - kein anderer Wissenschaftler ist so präsent wie Albert Einstein. Dass diese Bekanntheit auch mehr als 60 Jahre nach seinem Tod noch zu Einkünften in Millionenhöhe führt, dürfte vor allem eine israelische Hochschule freuen. 

          Der Erfinder der Relativitätstheorie vermachte nämlich sein Anwesen und die Rechte an seinen Werke der Hebräischen Universität Jerusalem. Zunächst brachte dieses Erbe nur überschaubare Summen ein. Bis eine Gesetzesänderung in Amerika Albert Einstein zu einer eingetragenen Marke werden ließ. Seither verdient die Universität gutes Geld mit dem Namen Einstein: Laut Forbes waren es allein in den letzten zwölf Monaten 11,5 Millionen Dollar. Das Einkommen der toten Spitzenverdiener wird auf Basis von Gesprächen mit Marktforschern und Nachlassexperten geschätzt.

          „Albert Einstein“ vermarktet für die israelische Uni eine Agentur namens Greenlight. Hier hat man Erfahrung mit solchen „Werbestars“. Auch Charlie Chaplin, Muhammad Ali und Elvis Presley gehören zum Portfolio. Allein zu Einstein erreichen die Agentur jedes Jahr Hunderte Werbeanfragen.

          Walt Disney zahlt am meisten

          Wer mit Einstein werben möchte, muss allerdings laut Greenlight einen „ernsthaften Geschäftsplan“ und eine ökologische Ausrichtung nachweisen können. Hersteller von Zigaretten und Sexspielzeug hätten keine Aussicht auf Erfolg.

          Der Großteil der Einnahmen mit Einstein stammt derweil von Walt Disney. Sowohl bei der Multimediaserie „Baby Einstein“ als auch für die Fernsehserie „Little Einsteins“, setzt der Unterhaltungsriese auf die Strahlkraft des Namens. Darüber hinaus ist die Marke Einstein auf beinahe allem zu finden, was das Herz begehrt – vom herkömmlichen Museumsshop-Bedarf wie Magneten und Postern, bis hin zu Tablets und einem Schuh von Basketballstar Kobe Bryant.

          Dass die Einnahmen durch Einstein in naher Zukunft zurückgehen werden, ist übrigens nicht zu erwarten. Denn auch in den sozialen Medien ist Einstein äußerst beleibt. Er kommt auf eine halben Million Follower auf Instagram und 19 Millionen Fans bei Facebook. Einstein selbst wäre der Reichtum allerdings wohl nicht sonderlich wichtig gewesen. Schließlich soll er einst gesagt haben: „Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt“.

          Quelle: nirp.

          Weitere Themen

          Bis die Ohren bluten

          Opernausstellung in London : Bis die Ohren bluten

          Was sehen wir im Museum, wenn das Thema „Oper“ heißt? Gehört Musiktheater nicht vor allem auf die Bühne? Das Londoner Victoria and Albert Museum inszeniert eine vermeintlich elitäre Gattung.

          Eine Bühne, 5 Präsidenten Video-Seite öffnen

          Vereinigte Staaten : Eine Bühne, 5 Präsidenten

          Barack Obama, George W. Bush, dessen Vater George, Bill Clinton und Jimmy Carter waren in College Station in Texas zusammengekommen, um gemeinsam mit Künstlern Geld zu sammeln. Damit soll den Opfern geholfen werden, die durch die verheerenden Stürme der letzten Monate geschädigt wurden, 31 Millionen US-Dollar kamen zusammen.

          Topmeldungen

          Brexit-Verhandlungen : Ohne Qualen geht es nicht

          Theresa May flehte diese Woche in Berlin, Paris und Brüssel um Hilfe bei den Brexit-Verhandlungen. Die Europäer blieben hart. Aber sie gaben sich Mühe, nett zu sein.
          Erst mal shoppen in der Stadt, dann zu Hause noch bei Zalando bestellen.

          Geld in der Partnerschaft : Hilfe, meine Frau wirft das Geld raus!

          In Gelddingen zeigt sich oft die Wahrheit über eine Beziehung, sagen Paartherapeuten. Aber wer wird denn gleich an Scheidung denken, wenn die Ehepartnerin über die Verhältnisse lebt?
          Für mehr Recht und Ordnung im eigenen Land: Macron will härter gegen kriminelle Ausländer vorgehen.

          Macrons Abschiebekurs : Mit harter Hand

          Der brutale Mord an zwei jungen Frauen durch einen illegalen Einwanderer erschüttert Frankreich. Nun plant Präsident Macron konsequenter bei der Abschiebung krimineller Ausländer durchgreifen. Doch die Umsetzung gestaltet sich schwerer als gedacht.

          SPD : Der wahre Sieger der Bundestagswahl

          So ein bisschen freuen sich die Sozialdemokraten über das katastrophale Ergebnis der Bundestagswahl. Endlich sind sie die Union los. In der Opposition soll alles besser werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.