http://www.faz.net/-gqe-91glo

Kurzmitteilungen : Whatsapp will Unternehmen für Service zur Kasse bitten

  • Aktualisiert am

Wenn Unternehmen mit ihren Kunden über Whatsapp schreiben, kann das bald teuer werden. Bild: dpa

Rund 22 Milliarden Dollar hat sich Facebook den Kauf von WhatsApp kosten lassen. Jetzt werden Pläne für ein Geschäftsmodell für den Messenger mit mehr als einer Milliarde Kunden konkreter.

          Whatsapp will von Unternehmen künftig Geld verlangen, wenn sie den Kurzmitteilungsdienst von Facebook für die Kommunikation mit ihren Kunden nutzen. Das sagte der für das operative Geschäft zuständige Manager Matt Idema dem „Wall Street Journal“. Das wäre eine Abkehr von Facebooks typischem Geschäftsmodell, seine Dienste über Werbung zu finanzieren.

          Mitgründer von Whatsapp Jan Koum hatte auch nach der Übernahme durch Facebook stets betont, dass der Service werbefrei bleiben solle. Whatsapp hat mehr als eine Milliarde Nutzer.

           „Wir wollen eine Grundlage dafür schaffen, damit Menschen Unternehmen Kurzmitteilungen schicken können und die Antworten, die sie wollen, bekommen“, sagte Idema der Zeitung. „Wir haben vor, dafür von Unternehmen in der Zukunft Geld zu verlangen.“ Bisher wurden Firmen testweise kostenlose Dienste für den Kontakt zu Kunden angeboten.

          Das Online-Netzwerk bietet bei seinem zweiten Kurzmitteilungsdienst, dem Facebook-Messenger, ebenfalls die Möglichkeit für Unternehmen, mit ihren Kunden zu kommunizieren. Dort soll das Geld aber mit Werbung verdient werden. Messenger-Chef David Marcus will außerdem
          automatisierte Chatbots für den Kundendienst auf der Plattform etablieren.

           Facebook hatte Whatsapp im Jahr 2014 für rund 22 Milliarden Dollar übernommen. Zuletzt gab es Kontroversen mit Datenschützern über einen Austausch von Nutzerdaten zwischen Whatsapp und Facebook. In Europa liegen solche Pläne derzeit auf Eis.

          Weitere Themen

          Amazons Warenlager Video-Seite öffnen

          Zu Besuch in Baltimore : Amazons Warenlager

          Amazon ist das wohl größte Handelsunternehmen weltweit. Dank Innovationskraft und Erfindergeist, konnten sie nicht nur neue Produkte für den Kunden herstellen, sondern setzen auch in der Lagerlogistik neue Maßstäbe.

          Topmeldungen

          Schlechte Stimmung im Kreml: Russlands Präsident Wladimir Putin.

          FAZ Plus Artikel: Sinkendes Vertrauen : Russischer Putin-Verdruss

          In manchen Regionen sind dem Kreml in diesem Jahr die Fäden regelrecht entglitten. Auch das Vertrauen der Russen in ihren Präsidenten hat dadurch einen nicht unerheblichen Schaden genommen.
          Giuseppe Conte (links), Ministerpräsident von Italien, hält eine Rede bei einer Veranstaltung der Fünf-Sterne-Bewegung.

          Haushaltspolitik in Rom : Italienischer Test

          Man hat den Eindruck, dass das Links-Rechts-Bündnis in Rom derzeit seinen Spielraum an den Finanzmärkten austestet. Politisch lässt sich das Leben knapp über Ramschniveau ja auch bestens ausschlachten. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.