http://www.faz.net/-gqe-7axqg
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 01.07.2013, 18:27 Uhr

West LB Landesbank verzockte wohl Milliarden in Steueroasen

Aus Aktivitäten auf den Cayman Islands und Jersey stammen die „giftigen“ Wertpapiere offenbar, die letztendlich in der Bad Bank der mittlerweile zerschlagenen West LB landeten.

© REUTERS Abgehängt: Am 28. Juni des vergangenen Jahres entfernen Arbeiter das West LB-Logo am Sitz der ehemaligen Landesbank

Die mittlerweile abgewickelte ehemalige Landesbank West LB hat angeblich mehr als sechs Milliarden Euro in Steueroasen verzockt. Das gehe aus einer Antwort des nordrhein-westfälischen Finanzministers Norbert Walter-Borjans (SPD) an die FDP-Fraktion hervor, berichtet das Handelsblatt.

Mehr als ein Drittel der „vergifteten“ Wertpapiere, die letztendlich in der Bad Bank der West LB (Erst Abwicklungsanstalt) landeten, waren demzufolge aus Aktivitäten auf den Cayman Islands und Jersey gewesen, heißt es weiter. „Ein wichtiger Teil des Milliardengrabs WestLB ist in Offshore-Destinationen verursacht worden“, kritisierte der stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzende Ralf Witzel: „So oft, wie die WestLB vom Steuerzahler gerettet werden musste, sind diese hochriskanten Abenteuer völlig inakzeptabel.“

Nachdem sie vor rund einem Jahr zerschlagen wurde, wird der überlebende Teil der West LB nun unter dem Namen Portigon fortgeführt. Die West LB selbst habe seit dem Jahr 1975 Brifekastenfirmen in Übersee unterhalten.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Schweizer Großbank UBS Wegen der Finanzkrise in New York vor Gericht

Infolge der jüngsten Finanzkrise haben viele Anleger Geld verloren mit Papieren auf den amerikanischen Häusermarkt. Nun beginnt ein Prozess gegen die Schweizer Bank UBS. Mehr

19.04.2016, 07:29 Uhr | Wirtschaft
Video Ein Whistleblower im Kampf gegen Steueroasen

Mit ihrer Hilfe haben Steuerbehörden weltweit Milliarden eingetrieben: Whistleblower, die Daten über dunkle Bankgeschäfte preisgeben. Für Finanzinstitute allerdings sind sie Verräter, die gegen das Bankgeheimnis verstoßen. Ein international bekannter Whistleblower ist Rudolf Elmer – früher selbst Banker, heute Kritiker der Branche. Mehr

06.04.2016, 16:37 Uhr | Wirtschaft
Geldpolitik Die Bank von Japan sucht nach neuen Instrumenten

Es wird über eine weitere Form negativer Zinsen bei der japanischen Notenbank spekuliert: Eine Belohnung der Banken für die Kreditvergabe. Mehr Von Patrick Welter, Tokio

27.04.2016, 09:44 Uhr | Finanzen
Proteste Island vor Neuwahlen

In Island sollen im Herbst Neuwahlen stattfinden. Übergangs-Ministerpräsident wird der bisherige Landwirtschafts- und Fischerei-Minister Johannsson. Zuvor war Ministerpräsident Gunnlaugsson zurückgetreten. Mehr

07.04.2016, 08:56 Uhr | Politik
Kampf gegen Steueroasen Bundesländer wollen Panama Papers haben

Die Panama Papers sind der bislang größte bekannt gewordene Datensatz über Briefkastenfirmen. Nun wollen die deutschen Bundesländer ihn einsehen. Mehr

22.04.2016, 11:34 Uhr | Wirtschaft

Was Trillerpfeifen übertönen

Von Dietrich Creutzburg, Berlin

Wem gehört der Produktivitätsfortschritt? Verdi und IG Metall lassen für Rentner nichts übrig. Mehr 12 28


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Ungleichheit Norwegens Staatsfonds geht gegen überhöhte Managergehälter vor

Der weltgrößte Staatsfonds will bald Prinzipien zu einer angemessenen Bezahlung für Top-Manager vorstellen. Die Institution ist an mehr als 9000 Unternehmen beteiligt. Mehr 46

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“