Home
http://www.faz.net/-gqi-70qph
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Werbeagenturen Albtraum in der Traumfabrik

 ·  Früher rissen sich junge Leute darum, in der Werbung arbeiten zu dürfen. Heute buhlen die Agenturen fieberhaft um Nachwuchs. Der Bedarf an Fachleuten ist groß.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (8)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Dr. Andreas Frick

Erfahrene Leute scheinen zu fehlen

Wenn ich mir viele Anzeigen ansehe (und viele Zeitungen und Zeitschriften), dann habe ich leider den Eindruck, daß es in den Redaktionen und Agenturen kaum noch Leute mit guten Kenntnissen in Typographie und Gestaltung gibt. Früher wurde darauf viel mehr Wert gelegt. Aber wenn die alten Leute mit Erfahrung weg sind, war es das in dieser Hinsicht wohl auch. So sind schon viele Unternehmen ruiniert worden.

Empfehlen
Sascha Rieger

Das Bild vergangener Tage ...

... vom Agenturleben gab es in der Realität nicht . mit einer Ausnahme: Als sich die Dotcom-Blase aufblähte, haben einige Werbefuzzis mit den Internetheinis gemeinsam heiße Luft hinein gepustet.

Wer damals Zeitung las, weiß, dass auch die Presse kräftig mitgeblasen hat - es wimmelte nur so von Berichten über "smarte Jungunternehmer" und "Supertalente" aus der Internet und Werbebranche.

Auch Jugendkult und Managerdenke fassten so Fuß.

Eben mehr Schein als Sein, wie hier schon so zutreffend bemerkt wurde!

Die meisten dieser "Jungstars" verschwanden schnell wieder in der Versenkung - einige wenige landeten wegen der verbrannten Millionen auch vor Gericht.

Von den Übriggebliebenen verfügen viele über beste Beziehungen zur Politik ...

Unbezahlte Praktikanten beschäftigt man auch dort gern seit vielen jahren.

Werbetexter oder Grafiker war bestimmt noch nie ein Beruf, bei dem man schnell reich wird...

Empfehlen
Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 20.06.2012 14:10 Uhr

Ich habe 32 Jahre in der Werbung gearbeitet

Angefangen 1972. Das waren goldene Zeiten für Agenturen, die 2002 mit Einführung des Euro schlagartig endeten. Honorare wurden massiv gekürzt, die Anforderungen an die Agenturen aber erhöht.

Ich hatte mich mal spaßeshalber bei einer der großen Agenturen beworben... schon in den 80er Jahren wurden dort Heerscharen von Praktikanten beschäftigt. Das Hierarchiedenken in den großen Agenturen war und ist grauenhaft ausgeprägt, so etwas findet man in keinem anderen Unternehmen. Dazu der Jugendwahn, der sich in all den Jahren nicht geändert hat.

Ich hatte das Glück, in einer sehr kleinen Agentur zu arbeiten, den Zirkus der großen Agenturen gab’s bei uns nicht. Unsere Minigröße hatte für Kunden aber riesige Vorteile, sofort den richtigen Ansprechpartner und sofortige Lösungen. So durfte ich 28 Jahre lang einen sehr großen Kunden und den gleichen Etat betreuen. Als Beraterin, Produktionerin und letztlich Geschäftsführerin, also Mädchen für alles. Das wäre in einer Riesenagentur unmöglich.

Empfehlen
Andreas Breuer

Werbeagenturen packen nicht mal ihr eigenes Image

Andere Zweige können erfolgreich kaschieren dass sie sich der 40/50+ Leute entledigen, oder Leute unterbezahlt engagieren und niemand kriegt es mit. Die Werbeagenturen tun so als seine
sie Designer oder gar Künstler und scheitern letzendlich am eigenen Image. Da fragt man sich, was können die überhaupt.

Empfehlen
Daniel Schäfer

Tolle Idee

Die Werbeagenturen stecken in der Krise und alles was ihnen dazu einfällt ist Werbung für sich zu machen. Auf die Idee an den Strukturen zu arbeiten kommen sie nicht. Dabei haben Sie doch das Problem erkannt.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 12:37 Uhr
michael martensen

Gut analysiert

Die machen halt, was sie am besten können ;-)

Empfehlen
Niculae Ionita
Niculae Ionita (nionita) - 20.06.2012 11:30 Uhr

"...sind doch Personalkosten der größte Kostenblock in den Agenturen"

Kosten? Imaginäres Gespräch:
Chef: Die Personalkosten sind unser größter Kostenblock...
Aktionär: Ach, ja? Dann entlasse doch 80% des Personals und das Problem ist gelöst!
Chef: Und wer macht dann die Arbeit? Wovon sollen wir leben?
Aktionär: Na, dann sind das keine Kosten sondern Kapital.

Empfehlen
Michael Kleinszmit

Mehr Schein als Sein

Miese Löhne, unbezahlte Überstunden und Praktikanten. Hinzu kommt noch der der durch eine niveaulose Werbeflut genervte Konsument. Und da wundern sich noch Einige, dass es der Branche schlecht geht? Ja, was haben die Herrschaften denn erwartet? Über soviel Kurzsichtigkeit und Dummheit kann man nur staunen. Am Ende zählen nämlich doch noch Inhalte und keine Schönrederei.

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1976, Redakteurin in der Wirtschaft.

Jüngste Beiträge

Der Mist mit der Börsensteuer

Von Manfred Schäfers, Berlin

Baden-Württembergs Finanzminister Nils Schmid (SPD) hält die Pläne der EU-Kommission zur Finanztransaktionssteuer für Mist. Er hat einen Punkt. Bloß in einem anderen Punkt irrt er. Mehr 14 12

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --