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Veröffentlicht: 12.05.2014, 18:02 Uhr

Weltfußball-Verband Fifa versichert sich für 900 Millionen Dollar gegen WM-Ausfall

Der Weltfußball-Verband kauft sich eine Versicherung dagegen, dass die anstehende WM teils ausfällt oder später beginnt. Er fürchtet aber nicht, dass das Turnier insgesamt abgesagt wird.

© AFP Eine Sandburg für die Fußball-WM an der Copacabana.

Der Weltfußball-Verband Fifa versichert sich für 900 Millionen Dollar gegen eine Verschiebung oder einen teilweisen Ausfall der in Kürze beginnenden WM in Brasilien. Die Police biete Schutz gegen Terrorismus, Naturkatastrophen, Epidemien, Kriege, Unfälle oder Unruhen, sagte ein Sprecher.

Der Verband wappnet sich damit gegen eine Verschiebung oder Verlegung, fürchtet aber keinen Totalausfall. „Die Fifa entschied sich dagegen, das Stornorisiko abzudecken“, so der Sprecher. „Denn selbst wenn sich die Veranstaltung aus irgendeinem Grund verzögert, ist es extrem unwahrscheinlich, dass sie abgesagt wird.“ Sollte es dennoch dazu kommen, müsste dies durch die Reserven gedeckt werden.

Die Höhe des gesamten Versicherungsbedarfs für das Turnier in Brasilien ist nach Angaben der deutschen Versicherer noch nicht bekannt. Für die WM 2010 in Südafrika habe die Summe rund fünf Milliarden Euro betragen. „So hoch wäre der finanzielle Schaden gewesen, wenn die WM komplett ausgefallen wäre“, erklärte der Branchenverband GDV. Damals hätten etwa 130 Fernsehsender geschätzt rund drei Milliarden Dollar für die TV-Rechte gezahlt.

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Der Wegfall der werbe-trächtigen Fernsehübertragungen stelle das größte Risiko für den Veranstalter dar. Um mögliche Verluste beispielsweise durch Stromausfall, Satelliten- oder Übertragungsfehler bezahlen zu können, versichere man sich gegen solche Risiken. Aber auch Sponsoren, Reiseveranstalter, Fluggesellschaften oder Fanartikel-Hersteller wappneten sich für den Fall, dass die WM ausfalle.

Die Fußball-Weltmeisterschaft startet am 12. Juni mit dem Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien. Die deutsche Mannschaft trifft in der Vorrunde auf Portugal, Ghana und die Vereinigten Staaten.

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