Home
http://www.faz.net/-gqi-75c0w
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Weihnachtsgeschäft Händler hoffen auf Ansturm nach dem Fest

Am letzten Adventswochenende lief das Weihnachtsgeschäft gut. Jetzt hoffen die Händler, dass die Deutschen in den nächsten Tagen noch mal einkaufen gehen.

© dpa Vergrößern Erfolgreicher Einkauf in Frankfurt.

Nach einem Umsatzschub am letzten Adventswochenende hoffen die deutschen Einzelhändler jetzt auf einen Schlussspurt an den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr. Trotz des eher verhaltenen Geschäfts im November und in den ersten Dezemberwochen sind sie optimistisch, die Umsatzprognose für das diesjährige Weihnachtsgeschäft noch zu erreichen.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) verweist darauf, dass die Brückentage zwischen Weihnachten und Silvester für die Branche traditionell eine feste Größe im Weihnachtsgeschäft sind. Viele Kunden nutzten diese Tage für einen ausgiebigen Einkaufsbummel. „In der Zeit zwischen den Jahren werden besonders viele Geldgeschenke und Gutscheine eingelöst“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Und auch in der ersten Januarwoche rechnet der HDE noch mit hohen Umsätzen.

1,5 Prozent mehr Umsatz - nicht inflationsbereinigt

Insgesamt erwartet der HDE im Weihnachtsgeschäft, das bereits im November begann, einen Umsatz von 80,4 Milliarden Euro. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem nominalen Umsatzplus von 1,5 Prozent. Für das gesamte Jahr rechnet der Einzelhandel mit einer Steigerung des Umsatzes zwischen 1,2 und 1,5 Prozent im Vergleich zu 2011.

Kräftigere Umsatzzuwächse verzeichnet dagegen der Online-Handel. Die deutschen Verbraucher kaufen nach Angaben des HDE ihre Weihnachtsgeschenke immer öfter im Internet. Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (BVH) wird der E-Commerce-Umsatz im Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr bei 5,6 Milliarden Euro liegen, nach 4,4 Milliarden im vergangenen Jahr. Das entspricht einem Plus von 27,3 Prozent. Insgesamt will der Versandhandel 8,0 Milliarden Euro umsetzen.

Smartphones und Tablet-Computer liefen gut

Der Branchenverband Bitkom meldete am Sonntag ein leichtes Umsatzplus bei hochwertiger Elektronik und digitalen Medien. Vor allem Händler, die auf Smartphones und Tablet-Computer gesetzt haben, durften sich über gute Geschäfte freuen, wie Verbandspräsident Dieter Kempf sagte. Der Boom bei diesen Geräten habe sich vor Weihnachten fortgesetzt. Kurz vor dem Fest habe das Geschäft noch einmal deutlich angezogen. Laut einer Bitkom-Umfrage hat sich jeder fünfte Bundesbürger ein Smartphone zum Fest gewünscht.

Auch nach HDE-Angaben liefen Elektronik-Produkte am besten. PC-Tablets, Spielkonsolen und Spiele hätten auf vielen Gabentischen gelegen. Auch die neue Generation von Flachbild-TVs mit HD-Technik sei oft verkauft worden. Gute Umsätze machten die Läden auch wieder mit Parfüms. „Dort werden die klassischen Last-Minute-Geschenke gekauft“, sagte der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer in Berlin-Brandenburg, Günter Päts. Bücher und CDs hätten im Weihnachtsgeschäft ebenfalls für gute Verkaufszahlen gesorgt.

Mehr zum Thema

Die Weihnachtsmarktbetreiber zeigten sich mit dem Verlauf der Saison zufrieden. Glühwein, gebrannte Mandeln und geschmückte Verkaufsstände lockten Millionen Menschen auf die Märkte. Trotz der in diesem Jahr fünf Tage kürzeren Marktsaison kamen insgesamt etwa so viele Besucher wie im vergangenen Jahr, einige Städte verzeichneten sogar leicht gestiegene Besucher- und Umsatzzahlen, ergab eine dapd-Umfrage.

Die meisten Organisatoren führten die Entwicklung auf das kalte und trockene Wetter zurück. „Es war kuscheliger und winterlicher als im vergangenen Jahr“, sagte etwa die Sprecherin von Lübeck und Travemünde Marketing, Doris Schütz. Bei warmem und nassem Wetter wären die Besucherzahlen nicht so hoch gewesen. Weniger besucht waren die Märkte den Betreibern zufolge nur an einigen Regentagen und am verschneiten zweiten Adventswochenende.

Quelle: FAZ.net / dapd

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Rekord-Quartal dank iPhone 6 Apple macht mehr Gewinn als jedes andere Unternehmen zuvor

Der Erfolg des iPhone 6 beschert Apple Rekordzahlen: Der Elektronikkonzern fuhr im vergangenen Quartal den bisher höchsten Gewinn aller Zeiten ein. Außerdem steht nun fest, in welchem Monat die Apple Watch auf den Markt kommt. Mehr

27.01.2015, 22:49 Uhr | Wirtschaft
Gasstreit Ukraine bekommt russisches Gas

Im Gasstreit haben sich die die Ukraine und Russland vorläufig geeinigt. Offenbar will Russland noch fünf Milliarden Kubikmeter Gas liefern. Im Jahr braucht die Ukraine 50 Milliarden. Nun hofft das Land auf einen milden Winter. Mehr

20.10.2014, 17:08 Uhr | Politik
Softwarekonzern Microsofts Wandel funktioniert

Mit dem Betriebssystem Windows verdienst Microsoft immer weniger, mit Cloud-Diensten und Smartphones dafür umso mehr. Der Plan des Konzernchefs Satya Nadella geht offenbar auf. Mehr

27.01.2015, 08:00 Uhr | Wirtschaft
Rekordbilanz iPhone beschert Apple historischen Gewinn

Das iPhone hat dem amerikanischen Technologiekonzern Apple im vierten Quartal des vergangenen Jahres einen Rekordgewinn in der Wirtschaftsgeschichte beschert. Wie das Unternehmen mitteilte, kletterte der Profit in dem Zeitraum auf gut 15,8 Milliarden Euro. Der Umsatz lag nach Angaben des in Kalifornien ansässigen Unternehmens bei umgerechnet 66 Milliarden Dollar. Mehr

28.01.2015, 13:36 Uhr | Wirtschaft
Rekordgewinn Apple zeigt Bilanz der Superlative

Die Amerikaner verblüffen mit einem atemberaubenden Verkaufserfolg. Noch nie hat ein Unternehmen so viel Geld in so kurzer Zeit eingenommen wie Apple. Und es könnte bald noch besser kommen. Mehr Von Winand von Petersdorff, Washington

28.01.2015, 04:52 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 26.12.2012, 15:29 Uhr

Die Furcht vor dem „Grexit“

Von Holger Steltzner

Nach dem Wahlsieg des Linkspopulisten Alexis Tsipras in Griechenland stehen turbulente Zeiten bevor. Die Wahlversprechen von Tsipras decken sich nicht mit den Forderungen der Troika. Die Drohung Athens mit dem „Grexit“ wirkt. Mehr 220 157


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Umfrage

Soll Griechenland aus dem Euro ausscheiden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Grafik des Tages Schusswaffen holen fast die Autos ein

In Amerika sterben mehr als 33.000 Menschen im Jahr durch Waffen - das sind fast so viele wie Tote im Straßenverkehr. Mehr 2

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden