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Weihnachtsgeschäft Händler hoffen auf Ansturm nach dem Fest

 ·  Am letzten Adventswochenende lief das Weihnachtsgeschäft gut. Jetzt hoffen die Händler, dass die Deutschen in den nächsten Tagen noch mal einkaufen gehen.

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Nach einem Umsatzschub am letzten Adventswochenende hoffen die deutschen Einzelhändler jetzt auf einen Schlussspurt an den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr. Trotz des eher verhaltenen Geschäfts im November und in den ersten Dezemberwochen sind sie optimistisch, die Umsatzprognose für das diesjährige Weihnachtsgeschäft noch zu erreichen.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) verweist darauf, dass die Brückentage zwischen Weihnachten und Silvester für die Branche traditionell eine feste Größe im Weihnachtsgeschäft sind. Viele Kunden nutzten diese Tage für einen ausgiebigen Einkaufsbummel. „In der Zeit zwischen den Jahren werden besonders viele Geldgeschenke und Gutscheine eingelöst“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Und auch in der ersten Januarwoche rechnet der HDE noch mit hohen Umsätzen.

1,5 Prozent mehr Umsatz - nicht inflationsbereinigt

Insgesamt erwartet der HDE im Weihnachtsgeschäft, das bereits im November begann, einen Umsatz von 80,4 Milliarden Euro. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem nominalen Umsatzplus von 1,5 Prozent. Für das gesamte Jahr rechnet der Einzelhandel mit einer Steigerung des Umsatzes zwischen 1,2 und 1,5 Prozent im Vergleich zu 2011.

Kräftigere Umsatzzuwächse verzeichnet dagegen der Online-Handel. Die deutschen Verbraucher kaufen nach Angaben des HDE ihre Weihnachtsgeschenke immer öfter im Internet. Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (BVH) wird der E-Commerce-Umsatz im Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr bei 5,6 Milliarden Euro liegen, nach 4,4 Milliarden im vergangenen Jahr. Das entspricht einem Plus von 27,3 Prozent. Insgesamt will der Versandhandel 8,0 Milliarden Euro umsetzen.

Smartphones und Tablet-Computer liefen gut

Der Branchenverband Bitkom meldete am Sonntag ein leichtes Umsatzplus bei hochwertiger Elektronik und digitalen Medien. Vor allem Händler, die auf Smartphones und Tablet-Computer gesetzt haben, durften sich über gute Geschäfte freuen, wie Verbandspräsident Dieter Kempf sagte. Der Boom bei diesen Geräten habe sich vor Weihnachten fortgesetzt. Kurz vor dem Fest habe das Geschäft noch einmal deutlich angezogen. Laut einer Bitkom-Umfrage hat sich jeder fünfte Bundesbürger ein Smartphone zum Fest gewünscht.

Auch nach HDE-Angaben liefen Elektronik-Produkte am besten. PC-Tablets, Spielkonsolen und Spiele hätten auf vielen Gabentischen gelegen. Auch die neue Generation von Flachbild-TVs mit HD-Technik sei oft verkauft worden. Gute Umsätze machten die Läden auch wieder mit Parfüms. „Dort werden die klassischen Last-Minute-Geschenke gekauft“, sagte der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer in Berlin-Brandenburg, Günter Päts. Bücher und CDs hätten im Weihnachtsgeschäft ebenfalls für gute Verkaufszahlen gesorgt.

Die Weihnachtsmarktbetreiber zeigten sich mit dem Verlauf der Saison zufrieden. Glühwein, gebrannte Mandeln und geschmückte Verkaufsstände lockten Millionen Menschen auf die Märkte. Trotz der in diesem Jahr fünf Tage kürzeren Marktsaison kamen insgesamt etwa so viele Besucher wie im vergangenen Jahr, einige Städte verzeichneten sogar leicht gestiegene Besucher- und Umsatzzahlen, ergab eine dapd-Umfrage.

Die meisten Organisatoren führten die Entwicklung auf das kalte und trockene Wetter zurück. „Es war kuscheliger und winterlicher als im vergangenen Jahr“, sagte etwa die Sprecherin von Lübeck und Travemünde Marketing, Doris Schütz. Bei warmem und nassem Wetter wären die Besucherzahlen nicht so hoch gewesen. Weniger besucht waren die Märkte den Betreibern zufolge nur an einigen Regentagen und am verschneiten zweiten Adventswochenende.

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