Home
http://www.faz.net/-gqe-75h9z
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Wegen widrigen Wettbewerbs Kartellamt verhängt 300 Millionen Euro Strafe

Die obersten Wettbewerbskontrolleure haben Unternehmen im vergangenen Jahr die höchsten Bußgelder seit 2008 aufgebrummt. Allein der Stahlkontern Thyssen-Krupp wurde mit 100 Millionen Euro zur Kasse gebeten.

© dapd Vergrößern Größtes Schienenkartell-Mitglied: Thyssen-Krupp

Mehr als 300 Millionen Euro Bußgelder hat das Bundeskartellamt im vergangenen Jahr verhängt. Das ist der höchste Wert seit dem Jahr 2008, berichtet die Berliner Zeitung. 60 Unternehmen und 30 Privatpersonen seien davon betroffen gewesen.

Die höchsten Strafzahlungen haben die Wettbewerbskontrolleure den Mitgliedern des sogenannten „Schienenkartells“ aufgebrummt: insgesamt 124 Millionen Euro. Die daran beteiligten Firmen Thyssen-Krupp, Vossloh und der österreichische Stahlkonzern Voest Alpine hatten den Erkenntnissen des Kartellamts zufolge über einen Zeitraum von zehn Jahren Preise abgesprochen und der Deutschen Bahn Schienen zu teuer verkauft.

Thyssen größter Einzelfall

Unter den Mitgliedern des Schienenkartells entfiel die größte Einzelstrafe auf Thyssen-Krupp - der gerade aus mehreren Gründen in Schwierigkeiten steckende deutsche Traditionskonzern  muss 100 Millionen Euro zahlen. Darüber hinaus hat die Bahn mittlerweile die am Schienenkartell beteiligten Unternehmen auf Schadenersatz verklagt.

Mehr zum Thema

Neben diesem Fall war unter den Kartellstrafen das verhängte Bußgeld gegen die beiden Fernsehsender Prosieben Sat.1 und RTL bedeutsam. Das Kartellamt hatte ihnen angelastet, sich abgesprochen zu haben bei der Einführung verschlüsselter digitaler „Free-TV-Programme’’. 55 Millionen Euro Strafe verlangte das Kartellamt dafür.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Tarifkonflikt Bahn warnt vor Zugausfällen auch nach Streikende

Nach dem Ende des Lokführerstreiks rollen die meisten Züge zwar wieder. Einschränkungen im Bahnverkehr sind aber weiterhin möglich. Zudem drohen neue Arbeitsniederlegungen bereits in der kommenden Woche. Mehr

24.04.2015, 06:47 Uhr | Wirtschaft
Ruhrgebiet Aus alt mach neu

Früher stand das Ruhrgebiet für Kohle und Stahl, heute sind es Arbeitslosigkeit und leere Stadtkassen. Doch es gibt auch Lichtblicke im drittgrößten industriellen Ballungsraum Europas: neue Gewerbeansiedlungen auf alten Brachflächen, runderneuerte Wohngebiete. Unternehmen wie Evonik oder Thyssen-Krupp haben die Wandlung mit vorangetrieben. Mehr

17.12.2014, 09:20 Uhr | Wirtschaft
Weitere Nachrichten Libor-Vergleich der Deutschen Bank steht unmittelbar bevor

Der Nikkei-Index steigt auf mehr als 20.000 Punkte. Japans Handelsbilanz liegt im März erstmals seit fast drei Jahren im Plus. Der Jahresauftakt verläuft für Yahoo enttäuschend. Mehr

22.04.2015, 06:38 Uhr | Wirtschaft
The Interview Amerika verhängt Sanktionen gegen Nordkorea

Amerika macht Nordkorea verantwortlich für den Hackerangriff auf Sony Pictures Entertainment. Aus diesem Grund hat das Land neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Dessen Regierung nennt das Vorgehen grundlos, feindselig und repressiv. Mehr

04.01.2015, 12:54 Uhr | Politik
Smog in China Es liegt was in der Luft

Chinas Führung geht neuerdings härter gegen Luftverschmutzer vor. Damit beugt sie sich dem öffentlichen Druck. Auch der neue Minister sorgt für frischen Wind. Mehr Von Petra Kolonko, Peking

17.04.2015, 15:04 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 03.01.2013, 09:04 Uhr

Der Gedöns-Vorstand

Von Julia Löhr

Personalarbeit hat einen schweren Stand. Zu oft wird sie als nebensächlich abgetan. Dabei kann sie über Gedeih und Verderb eines Unternehmens entscheiden. Mehr 1 1


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden