http://www.faz.net/-gqe-75h9z
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --
Integrated Industry

Veröffentlicht: 03.01.2013, 09:04 Uhr

Wegen widrigen Wettbewerbs Kartellamt verhängt 300 Millionen Euro Strafe

Die obersten Wettbewerbskontrolleure haben Unternehmen im vergangenen Jahr die höchsten Bußgelder seit 2008 aufgebrummt. Allein der Stahlkontern Thyssen-Krupp wurde mit 100 Millionen Euro zur Kasse gebeten.

© dapd Größtes Schienenkartell-Mitglied: Thyssen-Krupp

Mehr als 300 Millionen Euro Bußgelder hat das Bundeskartellamt im vergangenen Jahr verhängt. Das ist der höchste Wert seit dem Jahr 2008, berichtet die Berliner Zeitung. 60 Unternehmen und 30 Privatpersonen seien davon betroffen gewesen.

Die höchsten Strafzahlungen haben die Wettbewerbskontrolleure den Mitgliedern des sogenannten „Schienenkartells“ aufgebrummt: insgesamt 124 Millionen Euro. Die daran beteiligten Firmen Thyssen-Krupp, Vossloh und der österreichische Stahlkonzern Voest Alpine hatten den Erkenntnissen des Kartellamts zufolge über einen Zeitraum von zehn Jahren Preise abgesprochen und der Deutschen Bahn Schienen zu teuer verkauft.

Thyssen größter Einzelfall

Unter den Mitgliedern des Schienenkartells entfiel die größte Einzelstrafe auf Thyssen-Krupp - der gerade aus mehreren Gründen in Schwierigkeiten steckende deutsche Traditionskonzern  muss 100 Millionen Euro zahlen. Darüber hinaus hat die Bahn mittlerweile die am Schienenkartell beteiligten Unternehmen auf Schadenersatz verklagt.

Mehr zum Thema

Neben diesem Fall war unter den Kartellstrafen das verhängte Bußgeld gegen die beiden Fernsehsender Prosieben Sat.1 und RTL bedeutsam. Das Kartellamt hatte ihnen angelastet, sich abgesprochen zu haben bei der Einführung verschlüsselter digitaler „Free-TV-Programme’’. 55 Millionen Euro Strafe verlangte das Kartellamt dafür.

Merkels Konstante

Von Heike Göbel

Angela Merkel nannte als erste von drei „Konstanten“ ihrer elf Kanzlerjahre eine „starke Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze“. Was darf sich die Wirtschaft also von mehr Merkel erhoffen? Mehr 22 35

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage