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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Warenhauskonzern in Not Staatsbürgschaft für Arcandor in Sicht

 ·  Metro hat das Interesse an einer Übernahme großer Teile des notleidenden Konkurrenten Arcandor bekräftigt. Bund und Länder sind Regierungskreisen zufolge bereit, dies mit Bürgschaften zu begleiten. Der angeschlagene Handelskonzern hat einen Antrag auf einen Kredit aus staatlicher Rettungsbeihilfe über 437 Millionen Euro gestellt.

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zx10 (zx10) - 05.06.2009 10:16 Uhr

Noch vor über einem halben Jahr

wollte Merkel mit "ruhiger Hand" besonnen und überlegt auf die Krise reagieren. Jetzt wird eine Sau nach der anderen durch das Dorf gejagt und aus rein wahltaktischen und medialen Gründen wird eine insolvente Großkonzern-Firma nach der anderen "nokiamäßig" aufgepäppeln. Das Ende in 2-3 Jahren ist absehbar (Nokia, Holzmann etc.). Wenn ich dann noch höre (konnte ich noch nicht nachprüfen), daß "Opel Deutschland" in den letzten Jahren keine Steuern mehr gezahlt haben soll (warum auch immer), aber jetzt "erfolgreich" bettelte und von uns kleineren Steuerzahlern - (die wohl vom Staat Hilfen bekommen werden, wenn der eigene Kleinbetrieb in Schieflage gerät - ganz im Gegenteil!) - die Gelder bekommt, dann kann mir nur extremst übel werden. Mein Vertrauen in die politische Führung ist, das meine ich ebenfalls extremst ernst, absolut gebrochen! Die Politik ist zum absoluten Medientheater und Show-Affenstall verkommen. Sie hat mit Verantwortung, Führung oder gar Abwenden von Schaden für das deutsche Volk nichts mehr zu tun. Da hat eine DSDS oder Top-Model -Show mehr Wahrheitsgehalt, ist aber genauso sinnfrei. Mir reicht´s.

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martin kollert

wann wird denn der pranger wieder eingeführt

ja das liebe volk hat von solchen großen globalen aufgaben wie sie arcandor -Opel - Porsche und Konsorten erfüllen müssen keine ahnung. keinen beratervertrag mit Mc Kinsey & co. abgeschlossen - keinen lobbyisten in berlin sitzen - lieber kleinunternehmer und mittelständler , dann mal schnell sich solche beziehungen aufbauen sonst ist es zu spät für dich. Dann ist es weg das liebe geld. Durch den offenen Kamin der manageretagen - ob da vorher ein paar schubkarren mehr oder weniger großzügig verteilt werden spielt mittlerweile keine rolle mehr. Vold du hast davon keine Ahnung- nur bedenke bitte eins. du hast hinterher diese zeche zu zahlen so oder so.

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Andreas Neubert

Laßt das denn Markt regeln!

Da hat doch jemand gepennt. Arcandor hat doch nicht nur seit gestern Probleme. Unternehmen kommen und Unternehmen gehen (egal welcher Größe). Keinen (Steuer)Cent für dieses Unternehmen. Jeder Mittelständler kennt das Problem, dass trotz guter Geschäfte in der Vergangenheit der Markt heute völlig anders sein kann und dass man dann (leider Gottes) in die Pleite geht. Jetzt wird mancher rufen: "Aber Arcandor ist zu groß!". Mag sein. Aber jedes kleine Unternehmen von heue war auch einmal klein, bevor einige wenige von diesen (aus eigener Kraft!) groß wurden. Märkte ändern sich. Das ist der Lauf der Dinge. Da haben auch "Riesen" wie Arcandor keine Pauschalgarantie (auf Kosten unser Steuergelder) aufs Überleben.

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hami yildiz

Wer hat sich die Frage gestellt,

was die HARTZ lV Empfänger und alle Eurojobber die Rentner und die absurde "Altenpflege"den Staat kosten?
Ja, Karstadt, Opel, HRE, Porsche, und und und sollen von euch aus alle kaputtgehen, ist schon recht.
Merkt Ihr denn nicht daß der grösste Geldvernichter dieser Staatsapparat ist?
Wenn man sich anschaut wie alles in Deutschland "reguliert" ist, da sträuben sich einem die Haare.
Die Mehrwertsteuer wird nach den Wahlen nicht erhöht, sondern an andere Länder angepasst, es ist auch egal wie hoch die Gesamtsteuerschulden von einem Bürger in anderen Ländern sind, die deutsche Regierung zeigt nur auf den Mehrwertsteuersatz " da sind wir noch im Mittelfeld".
Die Gesamtsteuersätze sind wichtig und nicht einzelne, da blickt aber der kleine Mann nicht durch.
Wählt doch am kommenden Sonntag und in den nächsten anderen Wahlen abermals traditionell, so wie euere Omas, Opas und Eltern gewählt haben damit sich ja nichts ändert.
Euer Demokratie und Politikverständnis ist wirklich sehr amüsant.

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Robert Hamacher

@ JMense - Es reicht eben nicht! ;)

Raten Sie mal, was in den Führungsetagen deutscher Medienunternehmen speziell im Printbereich los ist? Dort geht man davon aus, dass das große Pressesterben, das in den USA längst eingeläutet worden ist, sich wie fast alle Großtrends der letzten Jahrzehnte zeitversetzt und in Varianten auch in Deutschland einsetzen wird. Die Printmedien ( lokal wie überregional) in Deutschland verlieren z.Zt. bereits traditionelle und potente Anzeigenkunden; die Leser werden folgen. Deshalb ist die von Ihnen bemerkte latente "Rücksichtnahme" erklärbar. :(

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Closed via SSO
Erwin Dufner (victor-d) - 05.06.2009 00:27 Uhr

Erfreulich, dass sich auch in SPD Kreisen herumspricht was für ein Blödsinn die

Untestützung von Arcandor durch Steuergelder darstellt. Ist anscheinend doch noch nicht alles verloren.

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Joachim Mense
Joachim Mense (JMense) - 05.06.2009 00:25 Uhr

Es reicht!!

Es reicht! Das, was sich die große Koalition leistet, ist kein regieren, das ist reinste und sinnloseste Geldverschwendung. Die Zeche zahlen wir alle - ja, auch ihr liebe Opelianer und Karstadt-Mitarbeiter - innert Zweijahresfrist mit Inflationsraten, die sich gewaschen haben. Erst werden nach den Wahlen die Steuern richtig hoch gehen, dann wegen der gigantischen Staatsschulden auch die Preise. Und dann werden wir alle bitter für die Unfähigkeit der großen Koalition und vormals der SPD-Grünen-Regierung (welche nichts, aber auch nichts gegen den neoliberalen Gierkapitalismus getan hat) büßen werden. Mit unserem kleinen Vermögen und unseren normalen Gehältern. Die werden dann nämlich kaum noch etwas wert sein. Das sollten sich endlich auch einmal all die Rentner hinter die Ohren schreiben: Denn denen wird's ganz besonders weh tun, wenn die monatlichen Zahlungen an sie bzgl. Kaufkraft dahinschmelzen werden wie Porsches Unternehmenswert. Warum nur bleiben unsere Medien so still? Auf wessen Seite stehen die eigentlich? Auf Seiten ihrer Leser - oder wo??

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wolf haupricht

Wozu.....?

Das frage ich mich ebenso. Nachdem Münte......., der Heuschreckenfresser, den Stein ins Wasser geworfen bzw auf die Wahlmühle gezielt hat (Opel lässt grüßen), wurde auch Steinmeier inspiriert, in das selbe Horn zu stoßen. Vielleicht wurde dies auch so verabredet? Wenn die Lawine rollt, ist sie nicht mehr aufzuhalten und von Laien sowieso nicht. Wahlkampf verdirbt den Charakter, auch wenn keiner vor dem Steuerzahler vorhanden ist.

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Owe Jessen

Wozu

wird Karstadt/Kaufhof jetzt eigentlich Bundesgeld hinterhergetragen? Es ist zum Verzweifeln.

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Karl Pietal

Es reicht! Ich stelle jetzt auch einen Antrag - obwohl...

....hmmm, ich erfülle leider das Kriterium nicht. Ich habe weder schlecht gewirtschaftet im allgemeinen, noch abenteuerliche Risiken auf mich genommen, weder im Milliarden-, Millionen-, noch nicht einmal im Tausenderbereich (private langfristige Vorsorge ausgenommen und das auch in mehreren Fonds gestreut). Dafür, daß ich die Hälfte meines Einkommens + noch mehr Abgaben entrichte, werde ich mit einer schlechten Rente bestraft werden. Also einmal kurz innegehalten und zusammengefasst: Damit einen dieser Staat unterstützt, muss man in einem immensen Umfang GELDVERNICHTER sein. Üblicherweise, also wenn Privatinvestoren Geld mehren, sind es Heuschrecken und müssen verboten werden. Nur wenn Manager Milliarden durch den Schornstein jagen bekommen sie die Solidarität und Unterstützung der Politiker. Gleich und gleich gesellt sich wohl gern. Wäre nicht so tragisch, wenn Merkel, Ihre Vasallen und die privaten Geldvernichter nicht mit UNSEREM Geld spielen würden. Da kann man nur hoffen, daß man noch rechtzeitig den Sprung in einen gerechten Staat findet, obwohl davon leider nicht mehr viele übrig sind. Viel Glück an alle Gleichgesinnten! ;-)

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Dieter Liepold
Dieter Liepold (abraze) - 04.06.2009 20:38 Uhr

Ignoranz in Sicht ....

.... soviel Missachtung gegenüber dem Souverän habe ich in einer Demokratie noch nie erlebt. Es ist aber auch ein Versagen der Medien, die ihre Wächterrolle schon längst nicht merh ausüben. Alle Umfragen sagen mit deutlicher Mehrheit: Nein, zu den Staatshilfen.
Selbst die Politiker, die nicht mehr uns, den Souverän, vertreten, sondern sich verlegen den Fuss vertreten:
         " Voraussetzung für Staatshilfe ist, dass das Unternehmen grundsätzlich             gesund ist und seine Schwierigkeiten auf die Finanzkrise                 zurückzuführen sind. "
            - Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland,                       
              im Februar 2009 -

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Thilo Neupert

Genug "gerettet"

Es gibt außer Wahl-Populismus für den Staat und seine Exekutivorgane keinen Grund, Arcandor zu retten (ebensowenig wie für die Rettung von Opel, die nach der Bundestagswahl noch in ein vollendetes Desaster umschlagen wird). Die schiere Zahl der Arbeitsplätze darf (Gleichheitsgrundsatz in der Verfassung!) nicht als Begründung gelten: Denn wer hilft dem Mittelstand? Für den einzelnen Arbeitslosen ist die eigene Arbeitslosigkeit nicht mehr oder weniger schlimm, wenn noch Tausende weitere ihren Job verlieren. Merkel, Steinmeier und Co. "veruntreuen" unser (Steuer)Geld um Wahlgeschenke zu finanzieren. Eine Schande!

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Shora Fix
Shora Fix (shorafix) - 04.06.2009 15:08 Uhr

Warum Steinmeier II

@Detlef Stark
Sie haben Recht, aber die Taktik des Megakonzerns Metro (Haniel) ist für die eigenen Interessen gut gewählt. Nur mit einem Wahlkampforientiertem Druck von Seiten der SPD auf die Union, könnte sich die Bundesregierung auf ein weiteres "Wettretten" einlassen wollen. Es ist geradezu unglaublich, wie hier ein Großkonzern (Metro, Hanielgruppe) versucht, sich ganz offensichtlich zu Lasten des Steuerzahlers für Lau und gegen staatliche finanzielle Unterstützung einen Wettbewerber einzuverleiben und dabei noch eigene unwirtschaftliche Betriebe zu schließen.

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Dieter Liepold
Dieter Liepold (abraze) - 04.06.2009 14:12 Uhr

Arcandor in Not ....

.... durch Missmanagement, was einer wirtschaftlichen Lösung bedarf, keiner politischen.
Die Lächerlichkeit vieler politischen Aussagen und Handlungen werden hier offenbar. Mit gleichen Argumenten werden mögliche Hilfen ausgeschlagen, die man bei Opel dubios gutgeheißen hat, was hoffentlich noch zur Aufrechnung gebracht wird, spätestens bei den Wahlen. Der Staat, der dem Gemeinwohl verpflichtet ist (was viele Politiker negieren), hat kein eigenes Geld, es sind Steuergelder, eingebracht vom Souverän.

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Closed via SSO
Detlef Stark (wool-web) - 04.06.2009 13:33 Uhr

Warum Steinmeier?

In welcher offiziellen Eigenschaft will Cordes Steinmeier treffen? Ist Kanzlerkandidat ein offizielles Amt oder ist er für Cordes bereits Kanzler?
Seit wann ist der Aussenminister für Wirtschaftsfragen zuständig? Der zuständige Minister, den Cordes zu treffen hätte, heisst zu Guttenberg!
Detlef Stark

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