Home
http://www.faz.net/-gqi-791md
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Wagner-Festspiele Katharina Wagner will mehr Geld für Bayreuth

Die Leiterin der Bayreuther Festspiele bedauert, dass die Festspiele kein Familienbetrieb mehr sind. Und fordert mehr öffentliche Mittel: Die würden schon deshalb gebraucht, um Lohnerhöhungen zahlen zu können.

© dpa Vergrößern Versteinertes Antlitz: Richard Wagner-Büste im Park vor dem Festspielhaus

Die Leiterin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner, hat mit Blick auf ihre anstehende Vertragsverlängerung zusätzliche öffentliche Mittel für ihr Haus gefordert. „Die Bayreuther Festspiele GmbH wird schon aufgrund von Tarifsteigerungen mehr Geld benötigen“, sagte Wagner in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Zugleich forderte sie die Gesellschafter dazu auf, bald in entsprechende Verhandlungen einzutreten: „Die Gespräche mit meiner Schwester und mir sind jetzt zu führen.“ Auf eine weitere Amtszeit wollte sie sich noch nicht festlegen. „Es kommt natürlich auf mögliche Vertragsbedingungen an“, fügte sie hinzu.

Zugleich bedauerte Wagner in dem Interview, dass die Festspiele kein Familienbetrieb mehr seien. „Mit einem zunehmenden Verwaltungsaufwand sind auch Kosten verbunden“, sagte sie. „Früher war unser Vater Wolfgang Wagner der alleinige Geschäftsführer und Gesellschafter der Bayreuther Festspiele GmbH. Unter ihm gab es zum Beispiel weit weniger bindende Vorgaben aus Tarifverträgen.“ Das habe für die künstlerische Arbeit auch Vorteile gehabt. „Wenn ein Regisseur nach Ablauf der Probenzeit sagte, lasst uns diese Szene noch mal wiederholen, war das leichter möglich.“

Neuer Geschäftsführer hat eingeschränkte Kompetenzen

Die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner machte auch deutlich, dass der neue kaufmännische Geschäftsführer Heinz-Dieter Sense sein Amt an diesem Montag nur mit eingeschränkten Kompetenzen antreten werde. „Er soll uns vor allem bei Verwaltungsformalitäten unterstützen“, erläuterte Wagner. „Budgetär haben meine Schwester und ich alles im Griff.“ Sense sei auf ihren ausdrücklichen Wunsch eingesetzt worden. Die neue Stelle war eingerichtet worden, nachdem der Bundesrechnungshof massive Kritik am Geschäftsgebaren der Festspiele geübt hatte, insbesondere an der Kartenvergabe.

Mehr zum Thema

Katharina Wagner, die Tochter des langjährigen Festspielleiters Wolfgang Wagner, führt die Festspiele seit dem Jahr 2008 gemeinsam mit ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier in neuer Struktur. Als Gesellschafter fungieren seither die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth und die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth. Der jetzige Vertrag des Geschwisterpaares läuft bereits im Jahr 2015 ab.

Quelle: F.A.S.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Sportwetten Hoffnung auf ein Ende der Hängepartie

Das Verfahren zur Vergabe von Sportwettenlizenzen steht vor dem Abschluss. Unter anderem die von Lotto Hessen mitgegründete ODS GmbH soll eine der geplanten 20 Lizenzen erhalten. Mehr

09.09.2014, 19:30 Uhr | Rhein-Main
Neuer Prozess aufgenommen

Vor dem Landgericht Bayreuth hat am Donnerstag das Wiederaufnahmeverfahren im Fall Peggy begonnen. Es geht um die Frage, ob Ulvi K. ein Mord an dem damals neunjährigen Mädchen nachgewiesen werden kann. Mehr

10.04.2014, 13:37 Uhr | Gesellschaft
Mittelstandsanleihen-Ticker Scope stuft IPSAK herab - auch bei Hahn und Stern möglich

Feri stuft die Anleihe der MS Deutschland auf CC herab. Mifa steckt erwartungsgemäß in den roten Zahlen. Halhuber verbessert Ertrag und Umsatz. Mehr

18.09.2014, 17:50 Uhr | Finanzen
Die geliebten Schwestern

Dominik Grafs Die geliebten Schwestern zeigen einen verwegenen jungen Friedrich Schiller in seiner Zeit und in einem Liebesdreieck, das eine ganze Kunstepoche aufschlüsselt. Mehr

07.08.2014, 18:33 Uhr | Feuilleton
Ein aussterbendes Handwerk Die Backstuben verschwinden

Die Zahl der kleinen Bäckerbetriebe in Hessen sinkt rapide. Die Kunden kaufen lieber im Supermarkt oder bei Ketten. Doch einige Bäckermeister halten dagegen. Mehr

13.09.2014, 18:16 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 11.05.2013, 14:36 Uhr

Der Apple-Hype ist zurück

Von Carsten Knop

Egal ob Europa, Amerika oder Australien: Überall stehen Kunden vor den Apple-Stores in langen Warteschlangen, um die neuen iPhones zu kaufen. Die Erben des Steve Jobs führen die Marke perfekt weiter. Mehr 23 15


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Auf dem Weg in eine neue Internetblase?

In den Vereinigten Staaten mehren sich die Stimmen, die vor einer neuen Technologie-Blase warnen. Denn die Risikobereitschaft der Investoren ist so hoch wie lange nicht mehr. Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden