26.04.2010 · Der Autobauer Volkswagen hat Kapazitätsprobleme auf seinem wichtigsten Markt und stockt deshalb seine Investitionen in China bis 2012 um 1,6 Milliarden Euro auf. Vom schnellen Wachstum auf dem chinesischen Automarkt zeigte sich selbst VW-Chef Winterkorn überrascht.
Europas größter Autobauer Volkswagen baut seine Kapazitäten im Boom-Markt China kräftig aus. Bis 2012 gibt der Konzern zusätzlich 1,6 Milliarden Euro aus. Dafür sollen unter anderem zwei neue Werke gebaut werden. Insgesamt liegt das Investitionsvolumen von VW in China nun bei sechs Milliarden Euro. VW-Konzernchef Martin Winterkorn sagte, das Wachstum des chinesischen Marktes übertreffe alle Erwartungen. „Mit den zusätzlichen Investitionen stellen wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Volkswagen Konzerns in China.“
Finanziert werden die Gelder allein durch Einnahmen in China, wie es hieß. Langfristiges Ziel von VW sei es, den Absatz in China auf zwei Millionen Fahrzeuge zu verdoppeln, sagte der VW-Chef in China, Winfried Vahland. Im laufenden Jahr bringe der Konzern sieben neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt.
Kapazitätsprobleme auf dem wichtigsten Markt
Angesichts des rasant wachsenden Automarkts in China hat VW Kapazitätsprobleme. Die neuen Standorte sollen mit den chinesischen Partnern ausgesucht werden, wie ein Sprecher am Montag sagte. Außerdem sollen die Einführung neuer Modelle und die Entwicklung neuer Antriebstechnologien wie etwa Elektroautos vorangetrieben sowie das Händlernetz ausgebaut werden. VW wolle seine führende Stellung in China behaupten.
Im ersten Quartal dieses Jahres legte der Absatz des Konzerns in China um 61 Prozent auf 457 000 Autos zu. China ist damit der wichtigste Markt des Konzerns. Große Hoffnungen richten die Autobauer in China in die Entwicklung von Elektroautos. Die Elektromobilität wird staatlich massiv gefördert. Bis 2015 sollen bereits fünf Prozent der Fahrzeuge auf chinesischen Straßen mit Elektroantrieb fahren.
Lavida soll für VW den chinesischen Markt erobern
VW hatte am Freitag auf der Automesse in Peking das Ziel ausgegeben, in China auch bei Elektroautos Marktführer werden zu wollen. Die Produktion von Elektroautos in China solle 2013/14 anlaufen. Das Modell Lavida wird dabei speziell für den chinesischen Markt gefertigt. Auf der Expo in Schanghai werde dann der E-Golf vorgestellt.
Kritiker hatten VW in der Vergangenheit vorgeworfen, das Thema Elektroautos lange vernachlässigt zu haben. Winterkorn hatte am Donnerstag auf der VW-Hauptversammlung in Hamburg bekräftigt, Volkswagen wolle sich bei Elektromobilität weltweit „an die Spitze der Bewegung“ setzen. VW habe als Mehrmarkenkonzern „wie kein Zweiter“ das Zeug dazu, dem Elektroauto zum Durchbruch zu verhelfen. 2013 werde das „Schlüsseljahr“ für Elektroautos. VW will dann Elektroversionen der Modelle Golf und Jetta sowie des neuen Kleinstwagen Up auf den Markt bringen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |