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Wachablösung im Fast Food Subway löst McDonald's als größte Imbisskette ab

 ·  Die amerikanische Hamburger-Kette McDonald's, weltweit der Inbegriff von Fast Food, hat ihre Spitzenposition verloren. Der Sandwich-Spezialist hat erstmals mehr Filialen. In Deutschland ist Subway allerdings auf Schrumpfkurs.

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In der Schnellimbissgastronomie ist es zu einer symbolträchtigen Wachablösung gekommen: Die amerikanische Hamburger-Kette McDonald's, die weltweit Inbegriff von Fast Food ist, hat ihre Spitzenposition verloren. Gemessen an der Zahl der Filialen liegt nun die amerikanische Sandwich-Kette Subway vorn. Im Umsatz behauptet McDonald's jedoch die Nummer eins. Und nicht überall kommt Subway mit der Expansion voran. In Deutschland soll ein Umbau die weitere Erosion des Filialnetzes verhindern.

Subway hatte Ende vergangenen Jahres nach eigenen Angaben auf der ganzen Welt 33 749 Restaurants, während McDonald's zum selben Stichtag auf 32 737 Standorte gekommen war. In den Vereinigten Staaten hatte Subway schon einmal im Jahr 2002 McDonald's in der Größe des Filialnetzes überholt. Subway ist stärker auf den Heimatmarkt konzentriert als McDonald's: Vom gesamten Subway-Filialnetz entfallen 24 000 Standorte auf die Vereinigten Staaten. Anders als McDonald's ist Subway nicht börsennotiert und veröffentlicht nur wenig Finanzzahlen. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ erzielten die Subway-Filialen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 15,2 Milliarden Dollar. Davon entfielen fast 70 Prozent auf den Heimatmarkt. McDonald's wies für 2010 einen Umsatz von 24,1 Milliarden Dollar aus, rund ein Drittel davon wurde in den Vereinigten Staaten erzielt.

Deutlich kleinere Filialen

Entstanden ist Subway im Jahr 1965. Damals eröffnete Fred DeLuca einen Sandwich-Laden in Bridgeport im Bundesstaat Connecticut; zunächst mit der Absicht, damit sein Medizinstudium zu finanzieren. Der Laden war so erfolgreich, dass DeLuca sowie sein Mitgründer Peter Buck bald weitere Standorte eröffneten. Nach rund zehn Jahren fingen sie an, Franchiselizenzen zu vergeben, um das Expansionstempo zu erhöhen. Heute ist Subway ein reines Franchiseunternehmen. Die Betreiber der Läden sind Eigentümer; sie kaufen Ware sowie Dienstleistungen von Subway und zahlen Lizenzgebühren. Bei McDonald's überwiegen zwar die Franchiseläden. Das Unternehmen betreibt aber auch 6400 eigene Standorte.

Die Expansion wird Subway dadurch erleichtert, dass die Filialen in der Regel deutlich kleiner als die von McDonald's sind. Die Sandwiches werden direkt an einer Theke für den Kunden zubereitet. Es gibt nur wenige Sitzplätze. Subway ist auch bekannt für unkonventionelle Standorte, etwa in einer Kirche in der amerikanischen Stadt Buffalo. Oder in Deutschland, wo im vergangenen Jahr ein Subway auf einem zwischen Rüdesheim und Koblenz fahrenden Ausflugsschiff eröffnete.

Schrumpfkurs in Deutschland

Allerdings bereitet der deutsche Markt Probleme. Denn Subway, seit 1999 hierzulande vertreten, erlebt derzeit einen Aderlass. Nach Angaben des Bundesverbandes der Systemgastronomie (BdS) verkleinerte sich das Filialnetz per Ende 2010 gegenüber dem Vorjahr von 798 auf 703 Standorte. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Zahl nach früheren Bekundungen eigentlich auf 900 Geschäfte gewachsen sein. Das Unternehmen selbst gibt den aktuellen Stand nur noch mit 662 Läden an. Der Umsatz sank 2010 um 10 Prozent auf 203 Millionen Euro. Laut BdS ist die Kette in der Systemgastronomie hinter McDonald's, Burger King und Nordsee Nummer vier.

In der Branche ist zu hören, dass es im Franchisenetz große Probleme gibt, obwohl Umfragen durchaus eine Kundenzufriedenheit mit den Produkten belegen. Eine Unternehmenssprecherin sagte nur, dass sich Subway in einem Bereinigungsprozess befinde. Ein neuer Geschäftsführer ist eingetreten. Das Unternehmen hat sich von Partnern getrennt; umgekehrt sollen sich viele Franchisenehmer ihrerseits verabschiedet haben. Das operative Geschäft wird umgestellt, um die Franchisepartner zu stärken. Von März an soll eine Werbekampagne neue Kunden werben und alte zurückgewinnen. Bis Ende 2011 werde die Konsolidierung abgeschlossen sein, sagte die Sprecherin.

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