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Vorstandschef Martin Blessing : Commerzbank will Staatsgeld erst mal behalten

  • Aktualisiert am

Die Commerzbank-Zentrale in Frankfurt. Bild: dapd

Die Commerzbank will ihre Staatshilfe vorerst nicht zurückzahlen. So sieht es Commerzbank-Chef Martin Blessing.

          Die Commerzbank hat vorerst keine Pläne zur Rückzahlung der Staatshilfe. „Wir werden die stille Einlage des Bundes verzinsen, daher gibt es auch keinen Druck sie zurückzuzahlen“, sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing der „Süddeutschen Zeitung“. Der Bund hatte der Commerzbank in der Finanzkrise eine milliardenschwere Hilfe gewährt und sich gleichzeitig mit gut 25 Prozent an der Bank beteiligt.

          Die Bank steckt in einer tiefen Krise, inzwischen gilt sie nicht mal mehr als systemrelevant. baut Martin Blessing gerade das Privatkunden-Geschäft um. Produkte und Dienstleistungen sollen attraktiver  werden, die Mitarbeiter sollen Kunden besser beraten.

          Um Kosten zu sparen, hatte Blessing allerdings auch Filialschließungen und Stellenabbau angekündigt. Die Auflösung weiterer Filialen schloss Blessing jetzt aus: „Weitere Filialschließungen würden unsere Kosten kurzfristig kaum senken.“ Allerdings sei man in Gesprächen mit dem Betriebsrat in Bezug auf flexiblere Arbeitszeiten für Mitarbeiter. Das könnte den drohenden Arbeitsplatzabbau mildern. Wie viele Stellen das retten könnte, wollte er nicht beziffern, „aber es lohnt sich sehr, darüber intensiv zu sprechen.“

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