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Elektromobilität : Volkswagen plant offenbar gigantische Batteriefabrik

In Salzgitter betreibt Volkswagen schon ein Werk - dort könnte offenbar auch die Batteriefabrik hinkommen. Bild: dpa

Unabhängiger von Asien und in Richtung Zukunft: Europas größter Autobauer erwägt eine eigene Batteriefabrik und könnte dafür angeblich bis zu zehn Milliarden Euro ausgeben.

          Volkswagen plant offenbar, für zehn bis zu zehn Milliarden Euro eine eigene Batteriefabrik zu bauen. So wolle Europas größter Autobauer im Bereich der Elektromobilität voranschreiten, hieß es in zwei Medienberichten, die sich auf Konzernkreise berufen.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Standort für ein solches Werk könne beispielsweise die Stadt Salzgitter sein. Die Betriebsratsvorsitzenden von Daimler, Volkswagen und BMW hatten sich wiederholt für eine eigene Batteriefertigung in Deutschland stark gemacht. Dabei geht es vor allem um die Produktion von Batteriezellen. So wollen die Hersteller unabhängiger von den asiatischen Produzenten werden.

          Unterdessen hat im Rechtsstreit zwischen mehreren Kapitalanlegern und Volkswagen im Abgasskandal um manipulierte Motorensoftware von Dieselautos das Landgericht in Braunschweig den Weg für eine gebündelte Klärung zentraler Streitfragen vorbereitet. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, sollen in Kürze in zehn Fällen die sogenannten Feststellungsanträge veröffentlicht werden, mit denen sowohl klagende Volkswagen-Anleger als auch der Konzern selbst wichtige Aspekte in nächsthöherer Instanz vorentschieden haben wollen.

          Damit werden für Kläger und Beklagte mögliche Weichenstellungen für die Verfahren absehbar, die am Ende mehr Tempo und Planbarkeit bringen sollen. Den Angaben des Gerichts zufolge geht es dabei um Dutzende zentraler Streitfragen. In einem ersten Schritt lässt das Landgericht Braunschweig diese nun im „Bundesanzeiger“ erscheinen. Der genaue Zeitpunkt dafür blieb zunächst noch unklar, in der Mitteilung heißt es nur „in Kürze“.

          Die Kläger werfen VW vor, das Unternehmen habe seine Ad-hoc-Publizitätspflicht verletzt und die Anleger zu spät über die Milliardenrisiken informiert. VW hatte das im September 2015 getan, als der Skandal durch die amerikanischen Umweltbehörden öffentlich gemacht wurde. Das Unternehmen habe aber schon im Frühjahr 2014 Kenntnis von den Manipulationen und den Vorwürfen der Amerikaner gehabt.

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