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Verunreinigtes Schulessen China weist Bericht über belastete Erdbeeren zurück

 ·  Tausende deutsche Schüler litten zuletzt unter Brechdurchfall. Auslöser sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Noroviren in tiefgefrorenen Erdbeeren. Nun warnt China in der F.A.Z. vor voreiliger Kritik an seiner Lebensmittelsicherheit.

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© dpa Sind tiefgefrorene Erdbeeren Schuld am Brechdurchfall in Ostdeutschland?

China warnt vor voreiliger Kritik an seiner Lebensmittelsicherheit. Es gebe keinerlei Beleg dafür, dass der Brechdurchfall Tausender deutscher Schüler auf unreine Erdbeeren aus China zurückzuführen sei, sagte eine Verantwortliche des Amts für Außenhandelsüberwachung und Quarantäne der Hafenstadt Qingdao (CIQ) gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Dienstagsausgabe).

Über den Hafen sollen früheren Medienberichten zufolge die belasteten Früchte nach Deutschland gelangt sein. „Es ist viel zu früh, um solche Aussagen zu treffen, erst muss das wissenschaftlich untersucht werden“, sagte die Stellvertretende CIQ-Direktorin Wang Xixin der F.A.Z. Weder deutsche Stellen noch die Zentralbehörden in Peking hätten dem Amt einen entsprechenden Verdacht mitgeteilt.

Das Bundesverbraucherministerium will die Ergebnisse seiner Lebensmitteluntersuchungen im Laufe der Woche bekanntgeben. Das zuständige Bundesamt hatte nach Patientenbefragungen mitgeteilt, dass „sehr wahrscheinlich“ Tiefkühlerdbeeren die Krankheit verursacht hätten. Es nannte aber kein Herkunftsland. Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts ergaben, dass mit Noroviren verseuchte Tiefkühl-Erdbeeren mit hoher Wahrscheinlichkeit die Erkrankungen ausgelöst haben.

Aufgrund niedriger Preise ist China Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge zu Deutschlands wichtigstem Lieferanten für Tiefkühlerdbeeren hinter Polen geworden. Die F.A.Z. zitierte exklusiv aus einer Liste des Statistischen Bundesamts, nach welcher die Asiaten 2011 etwa 31.200 Tonnen Tiefkühlerdbeeren im Wert von fast 33 Millionen Euro nach Deutschland geliefert hätten.

Gegenüber 2009 sei das ein Anstieg um mehr als ein Drittel gewesen. Das Kilogramm kostete umgerechnet etwa 1,10 Euro. Hingegen betrug der Preis für die 32.800 Tonnen aus Polen rund 1,40 Euro je Kilo – trotz der geographischen Nähe des Nachbarlands. Die Einfuhr aus Polen sei deshalb 2011 um 17 Prozent gefallen.

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