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Versicherungen Swiss Re löst Münchener Rück als Nummer eins ab

18.11.2005 ·  Ein Geschäft dieser Größenordnung stemmt auch Swiss Re nicht ohne Kapitalerhöhung: Die Schweizer Rückversicherung übernimmt für 6,8 Milliarden Dollar eine Tochter des amerikanischen Mischkonzerns General Electric.

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Der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re übernimmt von dem amerikanischen Mischkonzern General Electric für 6,8 Milliarden Dollar dessen Rückversicherungsgeschäft außerhalb der Vereinigten Staaten.

Swiss Re als bisherige Nummer zwei wird nach eigenen Angaben zum größten Rückversicherungskonzern der Welt. „Zusammen werden Swiss Re und GE Insurance Solutions ihren Kunden die Sicherheit des weltgrößten und am stärksten diversifizierten Rückversicherers bieten“, erklärte der designierte Swiss-Re-Konzernchef, Jacques Aigrain.

Anlagevermögen von 41,5 Milliarden Dollar

Der Bereich, der unter GE Insurance Solutions firmiert, ist der fünftgrößte Rückversicherer der Welt. Durch die Übernahme, die in bar und Wertpapieren bezahlt werden soll, komme Swiss Re rechnerisch und auf der Basis der Zahlen von 2004 auf Einnahmen von 46 Milliarden Schweizer Franken.

Die kombinierten Kapitalanlagen beliefen sich per Juni 2005 auf 265 Milliarden Schweizer Franken. Swiss Re selbst sprach am Freitag von einer finanziell attraktiven Transaktion, die ihr Zugang zu einer starken Kundenbasis verschaffe und die eigene Position verbessere. GE Insurance ist in der Lebens-Rückversicherung tätig, die als lukrativer gilt als die derzeit von Katastrophenschäden betroffene Schadens-Rückversicherung. GE Insurance kam den Angaben zufolge 2004 auf Nettoprämien von 6,2 Milliarden Dollar und verfügte im Juni 2005 über ein Anlagevermögen von 41,5 Milliarden Dollar. Darin ist das amerikanische Geschäft nicht eingeschlossen.

GE will Milliarden-Paket zeichnen

Swiss Re betonte weiter, das Geschäft von GE Insurance sei einer monatelangen sorgfältigen Prüfung unterzogen worden. Die Reserven entsprächen den bei Swiss Re gültigen Standards. Der Abschluss der Transaktion wird für Mitte 2006 erwartet. 2007 werde mit ersten Auswirkungen auf Gewinn und Kapitalrendite erwartet.

Im Zusammenhang mit der Übernahme plant Swiss Re eine Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu 7,5 Milliarden Dollar oder 9,8 Milliarden Schweizer Franken. Das umfasse bis zu 5,5 Milliarden Dollar in Aktien und Pflichtwandelanleihen. Davon werde GE 3,0 Milliarden bis 3,8 Milliarden Dollar zeichnen. Zwei Milliarden Dollar sollen über hybride Wertpapiere aufgebracht werden.

Kapitalerhöhung im Januar

Die Aktien für GE werden ohne Bezugsrecht emittiert. Für andere Aktien sollen die gegenwärtigen Aktionäre Bezugsrechte erhalten. Nach Abschluß der Transaktionen wird GE mit mehr als zehn Prozent an Swiss Re beteiligt sein. Für Januar plant Swiss Re eine außerordentliche Kapitalerhöhung.

Der Kaufpreis, den Swiss Re entrichtet, stehe für 76 Prozent des Buchwerts von GE Insurance, der nach dem Bilanzierungsstandard US-GAAP 8,9 Milliarden Dollar beträgt. Dazu kommen noch 3,4 Milliarden Dollar vor Steuern an zusätzlichen Reserven.

Swiss-Re-Aktie vom Handel ausgesetzt

Die Swiss-Re-Aktie war bis 13 Uhr vom Handel ausgesetzt. Die Aktie stand zuletzt bei 92,90 Schweizer Franken. Händler rechneten damit, daß der Kurs wegen der Kapitalerhöhung zunächst nachgeben dürfte. Ein Händler erklärte, bisher habe Swiss Re solche Transaktionen immer sehr sorgfältig geplant und abgewickelt. „Das Vertrauen in das Management ist an sich da“, sagte er. Aus diesem Grund sollte der Titel mittelfristig zulegen.

General Electric (GE) hob am Freitag seine Prognose für das Gewinnwachstum im kommenden Jahr an und kündigte eine höhere Quartalsdividende an. Zudem soll das GE-Aktienrückkaufprogramm ausgebaut werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters und AP
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