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Verlagerungspläne 12.000 Beschäftigte protestieren in Sindelfingen

 ·  Aus Protest gegen eine mögliche Verlagerung von Teilen der C-Klasse-Produktion nach Amerika haben Daimler-Beschäftigte zeitweise die Produktion lahm gelegt. Vor dem Werk in Sindelfingen versammelten sich nach Betriebsratsangaben mehr als 12.000 Mitarbeiter von Daimler und von Zulieferern.

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Aus Protest gegen eine mögliche Verlagerung von Teilen der C-Klasse-Produktion aus Deutschland in die Vereinigten Staaten haben Daimler-Beschäftigte am Dienstag zeitweise die Produktion lahm gelegt. Vor dem größten Werk in Sindelfingen versammelten sich nach Angaben des Betriebsrates am Morgen mehr als 12.000 Mitarbeiter von Daimler und zahlreichen Zulieferern wie Bosch, Behr oder Mahle.

Die Beschäftigten wehren sich gegen Überlegungen des Vorstandes, einen Großteil der neuen Generation der C-Klasse, die meistverkaufte Baureihe der Luxusmarke, künftig nicht mehr in Sindelfingen, sondern im amerikanischen Geländewagen-Werk in Tuscaloosa im Bundesstaat Alabama vom Band laufen zu lassen. Der Vorstand will an diesem Dienstag darüber beraten (siehe dazu auch: Daimler will Teile der Produktion nach Amerika verlagern).

Daimler will unabhängig von Währungsschwankungen werden

Mit der Verlagerung der Produktion in die Vereinigten Staaten könnte Daimler unabhängiger von Währungsschwankungen werden. Der nächste Generationswechsel der C-Klasse steht etwa 2013 oder 2014 an.

Internen Berechnungen zufolge werden im laufenden Jahr 82 Prozent der Mercedes-Modelle in Westeuropa hergestellt. Davon werden 44 Prozent in alle Welt exportiert, Tendenz steigend. Daimler erwartet zudem, dass sich der amerikanische Automarkt schneller von der Krise erholt als der westeuropäische. Zudem liegen die Lohnkosten in den Vereinigten Staaten unter dem deutschen Schnitt. Berechnungen zufolge könnte Mercedes bei der Herstellung der C-Klasse in den Vereinigten Staaten je Auto zwischen 1200 Euro und 1500 Euro sparen.

Furcht um 3000 Arbeitsplätze

Die Pläne sorgen in der Heimat für Unruhe. Bisher wird die erfolgreichste Mercedes-Baureihe in Bremen und Sindelfingen gebaut. Betriebsratschef Erich Klemm befürchtet, dass bei einer Verlagerung am größten Daimler-Standort Sindelfingen bis zu 3000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten.

Entlassungen müssen die Daimler-Beschäftigten vorerst jedoch nicht fürchten. Der Konzern will bis Ende 2011 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche hatte einen Stellenabbau zuletzt ausgeschlossen.

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