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Handelssparte von Schenker : Deutsche Bahn will sich von MTS trennen

Windgestreckte weiße Fahnen mit Logo der Deutschen Bahn AG. (Symbolbild) Bild: Picture-Alliance

„Fischer“-Räder und „Nigrin“-Pflegeprodukte: Mit dem Verkauf des Unternehmens trennt sich die Deutsche Bahn von ihrer Handelssparte. Schenker wollte dazu vorerst keine Angaben machen.

          Die Deutsche Bahn hat nach Informationen der F.A.Z. ihre Handelsgesellschaft MTS mit etwa 400 Millionen Euro Jahresumsatz zum Verkauf gestellt. Der Konzern habe dafür die Deutsche Bank mandatiert, verlautet es aus Kreisen, die mit dem Verkaufsprozess vertraut sind. MTS – was für Marken-Service-Technik steht – ist als Vertreiber vornehmlich für seine „Fischer“-Fahrräder sowie für die Polituren, Auto-Shampoos und andere Fahrzeugpflegeprodukte der Marke „Nigrin“ bekannt.

          Klaus Max  Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Gesellschaft gehört zur Deutsche-Bahn-Tochtergesellschaft Schenker. Die Logistikeinheit hält daran 69 Prozent. Die Deutsche Bahn äußerte sich auf Anfrage nicht. Auch die Deutsche Bank als Beraterin wollte keine Stellung zu den Informationen über einen Verkaufsprozess nehmen.

          MTS wurde 2015 aus den Gesellschaften SPA und Inter-Union zusammengeführt. Die Gruppe hat Autozubehör, Autopflegeprodukte, Fahrräder und Fahrradzubehör, Elektrowaren, Elektroinstallationsmaterial und Bekleidung im Angebot. Landesspezifisch gehören außerdem Werkzeuge, Lüftungstechnik und anderes zum Sortiment. Außer den eigenen Marken vertreibt das Unternehmen Marken wie AEG, Bosch, Caramba, Goodyear, Michelin, Osram und Philips. Kunden sind Warenhäuser, Versandhändler, Bau- und Heimwerkermärkte, Fachgeschäfte und Tankstellen.

          Die Gruppe kauft global Produkte ein und vertreibt sie über verschiedene Landesgesellschaften oder Distributionspartner. Beschäftigt sind an zehn Standorten rund 700 Mitarbeiter. MTS ist auf Unternehmenssitze in Karlsruhe und Landau verteilt. Für kommendes Jahr ist vorgesehen, einen neuen Unternehmenssitz im rheinland-pfälzischen Rülzheim zu beziehen.

          Details zum Verkauf, namentlich zum angestrebten Erlös, waren am Freitag nicht zu erfahren. Die Gewinnspannen solcher handelsorientierter Gesellschaften fallen meist eher niedrig aus. Die Deutsche Bahn erwähnt MTS im Geschäftsbericht 2017 nur in der Liste des Anteilsbesitzes. Der Unternehmensteil SPA hatte 1998 als Gründung von Bosch-Vertragsgroßhändlern begonnen, Inter-Union ging aus einem 1962 gegründeten Autozubehör-Händler hervor. Im September erst trat die MTS-Gruppe mit ihren „Fischer“-Fahrrädern dem Branchenverband der Fahrradhersteller ZIV (Zweirad-Industrie- Verband) bei.

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