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Vergütung 700 Millionen Dollar für amerikanischen Top-Manager

14.08.2009 ·  Der Top-Verdiener unter den amerikanischen Managern war 2008 der Chef des Finanzinvestors Blackstone, Stephen Schwarzman. Mit einem Gehalt von 700 Millionen Dollar verdrängte er Oracle-Chef Ellison auf den zweiten Platz.

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Der Top-Verdiener unter den amerikanischen Managern bekam im vergangenen Jahr mehr als 700 Millionen Dollar. Der Chef des Finanzinvestors Blackstone, Stephen Schwarzman, verdiente nach Angaben der Anlegerschutzorganisaton Corporate Library 702,4 Millionen Dollar (rund 490 Millionen Euro).

Dabei fiel seine eigentliche Vergütung mit 2,3 Millionen Dollar vergleichsweise bescheiden aus. Annähernd 699,8 Millionen Dollar kassierte Schwarzman aus einem Viertel der Aktien, die ihm im Rahmen des Börsengangs von Blackstone im Jahr 2007 gewährt und jetzt endgültig übertragen wurden, geht aus dem Bericht der Corporate Library hervor. Schwarzman, der die weltgrößte Private-Equity-Gesellschaft 1985 gegründet hatte, brachte Blackstone auf dem Höhepunkt des Marktes an die Börse.

Auf Platz zwei der bestbezahlten amerikanischen Manager steht der Chef des Software-Hauses und SAP-Konkurrenten Oracle, Lawrence Ellison, mit 557 Millionen Dollar. Ellison erhielt 557 Millionen Dollar, wovon 543 Millionen Dollar auf ausgeübte Aktienoptionen entfallen.

Lukrative Energiebranche

Sieben der zehn Top-Verdiener an der Spitze amerikanischer Unternehmen kommen aus der Energiebranche. So erhielt Ray Irani von Occidental Petroleum Corp. 222,6 Millionen Dollar (Rang 3), John Hess von Hess Corp. wurde mit 159,6 Millionen Dollar bezahlt und Michael D. Watford, Chef von Ultra Petroleum Corp., kassierte 116,9 Millionen Dollar. Der höchstbezahlte deutsche Firmenchef war im vergangenen Jahr Siemens-Boss Peter Löscher, der 9,8 Millionen Euro verdiente.

Die Anlegeschützer kritisierten, das Geld sei Schwarzman „nicht durch ein Kontrollgremium zugestanden worden, sondern durch Herrn Schwarzman selbst“. „Angesichts der Tatsache, dass die anderen 75 Prozent seines 2007 gewährten Aktienpakets von 4,7 Milliarden Dollar zu gleichen Teilen über die nächsten vier Jahre übertragen werden, lässt sich mit einiger Sicherheit annehmen, dass Schwarzman für einige Jahre an der Spitze oder zumindest im obersten Teil der Rangliste der bestbezahlten Unternehmenschefs bleiben wird“, schreibt die Corporate Library, die sich kritisch mit Fragen der Unternehmensführung auseinandersetzt, in ihrer Studie.

Aktienoptionen machten den Unterschied

Die meisten der Manager kamen auf die dreistelligen Millionensummen, weil sie von ihnen zugeteilten Aktienoptionen Gebrauch machten. Die Anlegerschützer kritisierten, dass die riesigen Gehälter trotz fallender Aktienkurse erzielt wurden, womit das Prinzip der leistungsgerechten Bezahlung verletzt werde.

In den Vereinigten Staaten gibt es derzeit große öffentliche Empörung über die Bezahlung von Bankern und Managern. Der Ärger entzündete sich unter anderem daran, dass Investmentbanker weiter Millionen-Boni erhalten, obwohl ihre Institute durch staatliche Geldspritzen am Leben gehalten wurden.

Staatlich gestützte Unternehmen lassen Vergütungsregeln prüfen

Der von der Regierung ernannte Sonderbeauftragte für Manager-Gehälter, Kenneth Feinberg, kümmert sich unter anderem um die Vergütungen bei Citigroup, AIG, Chrysler, Bank of und General Motors - alles Gesellschaften, denen der Staat finanziell kräftig unter die Arme gegriffen hat. Sie müssen Feinberg bis an diesem Freitag darlegen, wie genau sie ihre 25 Top-Manager bezahlen wollen, der „Gehälter-Zar“ hat dann 60 Tage Zeit, um über die Genehmigung der Pläne zu entscheiden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Bloomberg, AFP
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