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Vergütung 2010 Unternehmen wollen Gehälter erhöhen

02.01.2010 ·  Für Gehaltserhöhungen wird in diesem Jahr der Spielraum wieder größer. Das zeigen Umfragen verschiedener Beratungsgesellschaften unter den Personalverantwortlichen deutscher Unternehmen. Die wollen stärker denn je differenzieren, wer mehr Geld bekommt.

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Für Gehaltserhöhungen wird in diesem Jahr der Spielraum wieder größer. Das zeigen Umfragen verschiedener Beratungsgesellschaften unter den Personalverantwortlichen deutscher Unternehmen. Um durchschnittlich 2,5 Prozent wollen die Unternehmen hierzulande ihre Vergütungsbudgets erhöhen, hat eine Umfrage der auf Personalfragen spezialisierten Beratungsgesellschaft Hewitt in rund 120 Unternehmen ergeben. Auch die Beratungsgesellschaft ECA International prognostiziert einen durchschnittlichen Anstieg um 2,5 Prozent. Towers Perrin kommt nach einer Umfrage unter 185 Unternehmen auf einen durchschnittlichen Vergütungsanstieg von 2,6 Prozent, Kienbaum prognostiziert 2,2 Prozent.

Was für Arbeitnehmer wenig klingen mag, ist für die Unternehmen doch eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (Höhere Etats trotz Krise). Towers Perrin spricht für 2009 von einem Anstieg der Vergütungsbudgets um durchschnittlich 1,7 Prozent. Die 2009 so beliebten Nullrunden dürften nach Einschätzung der Vergütungsberater seltener werden. Im vergangenen Jahr verzichteten der Umfrage von Towers Perrin zufolge knapp 40 Prozent der Unternehmen auf Gehaltserhöhungen. Für 2010 planen dies nur noch 11 Prozent. Besonders Pharma- und Chemieunternehmen zeigen sich ausgabefreudiger. Deutsche Finanzdienstleister wollen die Bezüge um durchschnittlich 2,4 Prozent anheben.

Im eurpäischen Mittelfeld

Im europäischen Vergleich liegen die deutschen Unternehmen mit ihren geplanten Erhöhungen im Mittelfeld. Österreichische Unternehmen beispielsweise planen, ihre Vergütungsbudgets stärker anzuheben, berichten die Beratungsgesellschaften übereinstimmend. Schweizer Unternehmen kalkulieren dagegen mit niedrigeren Erhöhungen als die deutschen. Unternehmen aus Osteuropa wollen ihre Vergütungsbudgets deutlich anheben.

Spitzenreiter ist Russland. Dort rechnet Towers Perrin mit einem Anstieg der Budgets um durchschnittlich 7,7 Prozent, Kienbaum sogar mit 9,5 Prozent. Doch angesichts der hohen Inflationsrate dürften die Arbeitnehmer nach Einschätzung der Berater real am Ende weniger Geld zur Verfügung haben als 2009.

Allgemein gilt: Der Zuwachs in den Vergütungsbudgets verteilt sich nicht auf alle Mitarbeiter gleichermaßen. Führungskräften und Spezialisten räumen Vergütungsberater die besten Chancen ein, Sachbearbeitern die geringsten. Die Unternehmen wollen stärker denn je differenzieren, wer in den Genuss einer Gehaltserhöhung kommt. Lediglich 2 Prozent der von Towers Perrin Befragten wollen für alle Mitarbeiter die Gehälter in gleichem Umfang erhöhen. Die meisten Personalverantwortlichen steuern das zusätzlich bewilligte Geld dagegen gezielt zu den Leistungsträgern, die sie für unverzichtbar halten.

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