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VDMA Maschinenbau schafft 50.000 neue Arbeitsplätze

20.12.2007 ·  Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau war 2007 ein Rekordjahr. In der Branche sind nun 935.000 Menschen fest angestellt; hinzu kommen rund 46.000 Zeitarbeitskräfte. Für das nächste Jahr erwartet der Verband ein Wachstum von 5 Prozent.

Von Rüdiger Köhn
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Der ungebremste Aufschwung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat zu einem überraschend starken Anstieg der Beschäftigtenzahl geführt. Der größte industrielle Arbeitgeber in diesem Land wird zum Jahresende schätzungsweise 935.000 Menschen fest angestellt haben. Das sind noch einmal rund 15.000 Mitarbeiter mehr als im Oktober veranschlagt worden war. Gegenüber dem Vorjahr sind 50.000 neue Stellen entstanden.

Damit ist nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) das Niveau von 2002 wieder erreicht worden, als ein mehrjähriger Arbeitsplatzabbau begonnen hatte. Und es sind seit Dezember 1995 nie mehr so viele Mitarbeiter tätig gewesen. Die stark exportorientierte Branche belegt auf diese Weise noch einmal ihre Antriebsfunktion für die deutsche Wirtschaft. Der VDMA bestätigte die erst im Oktober deutlich nach oben korrigierte Prognose eines Produktionszuwachses von 11 Prozent in diesem Jahr. Zugleich bestätigte der VDMA die Wachstumserwartung von 5 Prozent im nächsten Jahr. „Wir reduzieren unsere Prognose nicht“, spielte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers auf die sich mehrenden Stimmen über eine Eintrübung an.

Fünftes Rekordjahr

Der Maschinenbau geht damit in das fünfte Wachstums- und Rekordjahr. Der Aufschwung wird getragen von der Auftragsflut aus dem Ausland, während die Inlandsbestellungen zwar ebenfalls stark gestiegen sind, aber im Jahresverlauf wieder an Dynamik verloren haben. Die Kapazitäten sind völlig ausgelastet, teilweise sogar so überlastet, dass manche Unternehmen Aufträge ablehnen müssen.

Noch Anfang Oktober sprach der damalige Verbandspräsident Dieter Brucklacher anlässlich der Mitgliederversammlung in Hamburg davon, in diesem Jahr nicht mehr als 920.000 Mitarbeiter beschäftigen zu können. Die Branche würde noch 10.000 Leute mehr einstellen, könne sie aber wegen des Fachkräftemangels nicht bekommen. Nun ist dieser Wert noch deutlich übertroffen worden. Nach Aussage von Wiechers sind im Jahresverlauf noch eine Vielzahl von Zeitarbeitsverträgen in feste Angestelltenverhältnisse umgewandelt worden.

Zusätzlich 46.000 Zeitarbeitskräfte

Der Maschinenbau beschäftigt einen hohen Anteil von Leih- und Zeitarbeitern: Zu den rund 935.000 Stellen kommen noch einmal rund 46.000 Zeitarbeitskräfte hinzu. Im Jahresvergleich ist deren Anteil an der Gesamtbelegschaft von 4,3 auf 4,8 Prozent gestiegen. Eine Umfrage des VDMA hat ergeben, dass für 83 Prozent der deutschen Maschinenbauer Zeitarbeit unverzichtbar sei. Die Leiharbeit hat den rund 6000 Unternehmen der Branche in den Zeiten des Aufschwungs die notwendige Flexibilität gegeben, mit dem wachsenden Auftragsbestand fertig zu werden.

Die Branche hat mit dem Ausbau der Kapazitäten und der festen Belegschaft lange gezögert. Doch hat sich seit dem vergangenen Jahr die Nachhaltigkeit des Aufschwungs herauskristallisiert, weshalb die Unternehmen verstärkt in den Ausbau der Produktion investiert haben. Noch immer ist die Kapazitätsauslastung mit 92 Prozent deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 85 Prozent, ist aber gegenüber 2006 leicht um ein Prozentpunkt gesunken ist.

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Jahrgang 1958, Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

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