11.06.2012 · Die Vatikanbank droht in den italienischen Skandalstrudel zu geraten. Der entlassene Präsident der Bank soll ein Memorandum geschrieben haben, das im Falle eines Unfalls an den Papst hätte weitergereicht werden sollen. Jetzt interessiert sich die Öffentlichkeit dafür.
Von Tobias Piller, RomRichtlinien für Lesermeinungen
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Wer Tim Weiners Buch „CIA“ liest, erfährt, wie der CIA
nach dem 2. Weltkrieg das Bündnis aus Mafia, Faschisten,
italienischer Geheimdienst und eben auch dem Vatikan schmiedete. Die
Schnittstelle war die Democrazia Christiana. Es wurden Gelder aus dem
Marschallplan abgezweigt, um die Kommunisten Italiens daran zu hindern,
über die ersten freien Wahlen in Italien die Macht zu
übernehmen. Man könnte auch sagen, dass Italien so nie eine
wirkliche Demokratie werden konnte. Dem Vatikan gehört mehr als die
Hälfte des italienischen Grundbesitzes. Auf den Ländereien
dieses Vatikans herrschen quasi halbfeudale Verhältnisse. Und wo
der Vatikan nicht hinreicht, da regiert die Mafia. Und über all dem
ein vom CIA korrumpierter Staatsapparat. Dass sich im heutigen Italien
die Neofaschisten eines obskuren Auftriebs erfreuen, ist ebenso Ergebnis
dieser Politik, wie diese Vatikanmafia.
Natuerlich, was kann man erwarten?
..."In einer Pressemitteilung hatte der Vatikan eindringlich darum
gebeten, die Souveränität des Vatikanstaats zu achten und
nicht Interna rund um den Papst und die Finanzen seiner Bank nach
draußen dringen zu lassen.."
Ein Moment, bitte; was wird im Konkordat bestimmt, zwischen dem
italienischen Staat und der Kirche? Ob ist was mitgesetzt wurde anders,
das richtige Antwort soellte "nein" sein. Ich habe noch etwas
nicht verstanden: ist die Bank des Papst?
Es sieht mir aus dass ein junger Herr den nennen wir "der
Herr" lehrte uns im Armut am leichsten zu leben; wir soellten was
braucht man zu leben haben, nichts mehr. Es sieht mir aus auch dass
viele den Bischoffen das haben nie verstanden.
Ja gern, Frau Holtmann
Ich hatte nicht geschrieben dass alle Bischoffen bestochen seien sondern
viele denen.
Ich soellte sagen dass die sind wenige, so hoffe ich, am mindestens,
trotzdem die seien immer zu viele. Am Ende braucht man anzuschauen dass
obwohl waren die "Vatikaner", wenn die italienische Richter
wegen dem Konkordat davon rechtsprechen konnen, nichts eingeworfen
werden kann.
Ich frage mich oft wie meinen viele italienische Richter das Justiz; das
ist leider anders.
Auch die hochgestellten Würdenträger der Kirche leben privat ausgesprochen bescheiden.
Kardinal Ratzinger hat vor seiner Amtszeit als Papst in einer 1,5
Zimmer-Wohnung gewohnt, sein Auto (der altersschwache Golf) ist ja
berühmt geworden.
Aber natürlich braucht die Kirche viel Geld. Sie muss ihre
Angestellten bezahlen, ihre Immobilien unterhalten, ihre Botschaft
verbreiten .... Sie muss sich natürlich selbst um ihre Finanzierung
kümmern, um ihre Unabhängigkeit zu bewahren.
Wer doch unterhaltsam, wenn Francis Ford-Coppola sich dieser Entwicklung annehemen würde und seine thriller-Serie "Godfather" weiterentwickeln würde.
Tobias Piller Jahrgang 1962, Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.
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