Die Deutsche Bank hat einem Bericht zufolge wegen möglicher Umsatzsteuer-Betrügereien mehrere Beschäftigte aus dem Handelsbereich freigestellt. Mehr als fünf Angestellte mussten ihre Schreibtische und Büros räumen, schrieb die „Süddeutsche Zeitung“ ohne Nennung von Quellen. Weitere Maßnahmen seien nicht ausgeschlossen. Die Gespräche liefen noch.
Die Deutsche Bank äußerte sich dazu nicht, verwies aber auf den von den neuen Vorstandschefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain verkündeten Kulturwandel. Nicht alles, was legal ist, sei auch legitim - man wolle keine Geschäfte mehr machen, unter denen der Ruf des Instituts leiden könnte. „Wir meinen es ernst“, sagte Jain kürzlich.
Die nun freigestellten Beschäftigten sollen mit einer internationalen Bande kooperiert haben, die den Fiskus beim Handel mit Verschmutzungsrechten (Kohlendioxid-Emissionen) um Hunderte Millionen Euro geschädigt hat. Über sogenannte Umsatzsteuer-Karusselle kassierten zahlreiche Firmen zu Unrecht Steuer-Erstattungen. Die Deutsche Bank war durch die Affäre zunehmend unter Druck geraten: Steuer-Rückzahlungen und ein Verzicht auf Steuer-Erstattungen kosteten das Institut bereits 300 Millionen Euro.
Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft verdächtigt der Zeitung zufolge mindestens sieben Händler der Großbank, in die Affäre verwickelt zu sein. Einige dieser Händler waren vor einer Razzia der Strafverfolger im April 2010 gewarnt worden. Das Leck bei den Behörden konnte bis heute nicht gefunden werden.
Die Deutsche Bank kommt nicht aus den Schlagzeilen und das hat seinen Grund.
Otto Meier (DerQuerulant)
- 04.10.2012, 17:44 Uhr
Kommt ein Kunde in die Deutsche Bank -
Peter Hoch (luxor)
- 04.10.2012, 10:43 Uhr
Wir meinen es ernst, sagt Herr Jain
Peter Gorski (petertogo)
- 04.10.2012, 09:53 Uhr
