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Überraschender Wechsel : Neuer Chef für Hochtief

  • Aktualisiert am

Marcelino Fernandez Verdes ist als neuer Hochtief-Chef im Gespräch. Bild: dapd

Der alte Vorstandschef von Hochtief geht. Sein Nachfolger könnte aus dem eigenen Vorstand kommen. Auch der Chef des Aufsichtsrats will zum Jahresende aufhören.

          Der Essener Baukonzern Hochtief steht überraschend vor einem Führungswechsel. Vorstandschef Frank Stieler, der noch nicht einmal anderthalb Jahre im Amt ist, soll „einvernehmlich“ aus dem Vorstand ausscheiden. Das teilte das vom spanischen ACS-Konzern kontrollierte Unternehmen am frühen Samstagmorgen in einer Adhoc-Mitteilung mit.

          Als Nachfolger sei das spanische Vorstandsmitglied Marcelino Fernandez Verdes im Gespräch. Die Entscheidung über die Personalien werde voraussichtlich in einer Aufsichtsratssitzung am Dienstag (20.11.) fallen.

          Auch der Aufsichtsratschef will gehen

          Der spanische Baukonzern ACS war im vergangenen Jahr nach einer Übernahmeschlacht bei Hochtief eingestiegen. Konzernchef Herbert Lütkestratkötter musste nach einem verlorenen Abwehrkampf seinen Sessel räumen, Nachfolger wurde Stieler.

          Außerdem teilte Hochtief mit, dass auch Aufsichtsratschef Manfred Wennemer gegenwärtig plane, sein Mandat zum Jahresende „aus persönlichen Gründen“ niederzulegen. Der frühere Continental-Chef führt das Kontrollgremium bei Hochtief erst seit Mai 2011.

          Der nächste Chef hat einen guten Draht nach Spanien

          Der vermutliche neue Hochtief-Chef Verdes, ein langjähriger ACS-Manager, ist erst seit April 2012 im Vorstand des Baukonzerns und bislang verantwortlich für das Amerika-Geschäft. Wennemer hatte Verdes gute Kontakte zu ACS-Chef Florentino Pérez bescheinigt.

          Der neue Mann im Hochtief-Vorstand könne für eine „bessere Kooperation zwischen ACS und Hochtief“ sorgen, hatte Wennemer in einem Zeitungsinterview gesagt. Von einer Machtübernahme durch den neuen Großaktionär wollte der Aufsichtsratschef dagegen nichts wissen.

          Quelle: FAZ.net / dpa

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