Einerseits ist es menschenverachtend: In London haben Angestellte der UBS den Tag nicht mit dem Handel von Finanzprodukten verbracht, sondern beim Bier. Gekündigt sind sie zwar (noch) nicht. Aber ihre Sicherheitschips zum Einlass ins Büro waren schon deaktiviert. Begleitet wurde die Aktion lediglich von einem Schreiben, sie seien zunächst beurlaubt. So werden Menschen zur Ware; auf ein Gespräch glaubte die UBS verzichten zu können.
Andererseits zeigt diese Vorgehensweise, um was für ein Geschäft es sich beim Investmentbanking handelt. Um Menschen geht es nur in zweiter Linie. Bewegt wird Geld. Dementsprechend viel Schaden kann ein Mitarbeiter anrichten, der von seiner Kündigung ahnt, sie aber noch nicht erhalten hat.
Das entschuldigt die UBS indes nur zum kleinen Teil. Nun könnte man daraus mitnehmen, dass man als Investmentbanker weiterhin so viel Geld aus dem Job herausholen sollte wie möglich, da man stets in der Gefahr lebt, morgen entlassen zu werden. Oder aber die Banken nehmen auch diesen Fall zum Anlass, über eine neue Kultur nachzudenken. Doch man ahnt: Dieser Weg ist wenig gewinnträchtig - und wird nicht wirklich beschritten werden.
Was soll die Aufregung, das war in der City schon immer so
Thomas Mirbach (lurkius)
- 01.11.2012, 00:37 Uhr
Kommen und Gehen gehören zum Geschäft
Carlos Anton (carlosanton)
- 01.11.2012, 00:01 Uhr
Kündigungsschutz
Sylvia Fox (SylviaFox)
- 31.10.2012, 19:38 Uhr
Leider macht der Autor nicht einmal den Versuch,
Christian Duus (Latour61)
- 31.10.2012, 18:11 Uhr
Humaner...
Kurt Michler (Kurt.Michler)
- 31.10.2012, 17:58 Uhr
