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Lyft : Ford arbeitet mit Uber-Konkurrent zusammen

  • Aktualisiert am

Eine Lyft-Fahrerin in San Francisco Bild: Reuters

Der Mitfahrdienst Uber zieht sich in mehreren Städten zurück – weil die Städte das Geschäftsmodell nicht mitmachen. Jetzt investiert ein großer Autohersteller in einen anderen ambitionierten Mitfahrdienst.

          Mitfahrdienste wie Uber und Lyft wollen den Taximarkt revolutionieren. Doch sie stecken in der Klemme. In Deutschland sind sie quasi verboten, die britische Hauptstadt London hat dem Unternehmen gerade ebenfalls die Lizenz entzogen. Gestern erst kündigte Uber an, sich notfalls auch aus Quebec zurückzuziehen, sollte die regionale Regierung neue Sicherheitsregeln für Fahrer in Kraft setzen.

          Doch die gesetzlichen Restriktionen in vielen Städten hindern einen prominenten Autohersteller nicht daran, in einen Uber-Konkurrenten zu investieren. Wie jetzt bekannt wurde, arbeiten Ford und der amerikanische Mitfahrdienst Lyft demnächst bei selbstfahrenden Autos zusammen. Im Rahmen der Kooperation sollen ab 2021 auf den Strecken des Uber-Rivalen selbstfahrende Ford-Autos eingesetzt werden. Zunächst würden Mitarbeiter beider Unternehmen eine Software entwickeln, damit die Fahrzeuge mit den Smartphone-Apps von Lyft kommunizieren können, teilte der amerikanische Autobauer am Mittwoch mit.

          In einer Testphase sollen dann selbstfahrende Pkw zwar schon mit dem Netzwerk von Lyft verbunden werden, aber noch nicht von Kunden genutzt werden können, sagte der für autonome Fahrzeuge zuständige Vize-Präsident von Ford, Sherif Marakby. Wann die ersten Lyft-Kunden Ford-Autos ohne Fahrer ordern können, blieb offen. Letztendlich wolle Ford aber Tausende selbstfahrende Autos einsetzen.

          Ford testet zugleich Lieferdienste mit autonom gesteuerten Fahrzeugen. Lyft will Unternehmen eine offene Plattform für den Einsatz autonomer Fahrzeuge bieten und hat schon Partnerschaften mit der Google-Tochergesellschaft Waymo und dem Start-up Drive.ai geschlossen.

          Quelle: hade. / Reuters

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