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Veröffentlicht: 04.06.2013, 10:08 Uhr

Türkeiurlauber Reiseveranstalter GTI Travel ist insolvent

Der auf Reisen in die Türkei spezialisierte Anbieter GTI Travel hat Insolvenz angemeldet. Für Reisende, die an ihrem Urlaubsort gestrandet sind, sei ein Krisenstab eingerichtet worden.

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© F.A.Z. Touristen in Antalya

Der auf Urlaub in der Türkei spezialisierte Reiseveranstalter GTI Travel hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigte eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbands (DRV). Von GTI Travel war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Monika Ganster Folgen:

Offenbar sind derzeit bis zu 300 GTI-Kunden in der Türkei gestrandet. Zum Teil wurden sie schon bei ihrer Ankunft von der Pleite des Veranstalters informiert und in anderen Hotels als den gebuchten untergebracht. Derzeit muss ihre Rückreise organisiert werden, da auch die Fluggesellschaft Sky Airlines, die Gäste von GTI in die Türkei fliegt, den Betrieb eingestellt hat. Sky Airlines und GTI Travel gehören der gleichen Muttergesellschaft, der türkischen Kayi Group.

Die Kundengelder von GTI sind über den Hamburger Insolvenzversicherer Tourvers abgesichert. Das gilt auch für Urlauber, deren GTI-Reise noch bevorsteht. Damit sind Pauschalurlauber laut DRV-Sprecherin Sibylle Zeuch besser abgesichert als Kunden, die nur Flugtickets bei Sky Airlines gekauft haben. Da es keine Insolvenzversicherung für Fluggesellschaften gibt, ist dort die Lage unklar.

Die Konkurrenz reagiert ebenfalls: Der Türkeispezialist Bentour Swiss bietet in der Türkei gestrandeten Gästen von GTI, Buchmal und Sky seine Hilfe an. GTI Gäste können sich jederzeit vor Ort an die Bentour Swiss Reiseleitung in den Hotels und am Flughafen wenden. Der Türkeispezialist will bei Bedarf im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten auch mit Flugplätzen aushelfen.

Noch ist jedoch unklar, was mit jenen Urlaubern passiert, die ihren bevorstehenden Sommerurlaub bei GTI Travel gebucht haben. GTI hatte neben Türkeireisen auch Urlaub in Ägypten und Spanien im Angebot.

Laut Branchenmagazin Touristik Aktuell war nicht schlechtes Wirtschaften bei GTI selbst, sondern im Mutterunternehmen Kayi Group Auslöser der Pleite. Vor allem das Airline-Geschäft hatte dort zuletzt Millionenlöcher gerissen. Sowohl der Versuch, im Inlandsverkehr mit Sky Airlines Fuß zu fassen als auch die missglückte Gründung von German Sky sorgten für gewaltige Verluste. Am gestrigen Montag zogen türkische Banken dann die Reißleine – und überraschten damit auch die deutsche Tochter GTI.

Macho fürs Weiße Haus

Von Winand von Petersdorff, Washington

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