Home
http://www.faz.net/-gqi-79nxl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Türkeiurlauber Reiseveranstalter GTI Travel ist insolvent

Der auf Reisen in die Türkei spezialisierte Anbieter GTI Travel hat Insolvenz angemeldet. Für Reisende, die an ihrem Urlaubsort gestrandet sind, sei ein Krisenstab eingerichtet worden.

© F.A.Z. Vergrößern Touristen in Antalya

Der auf Urlaub in der Türkei spezialisierte Reiseveranstalter GTI Travel hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigte eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbands (DRV). Von GTI Travel war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Monika Ganster Folgen:  

Offenbar sind derzeit bis zu 300 GTI-Kunden in der Türkei gestrandet. Zum Teil wurden sie schon bei ihrer Ankunft von der Pleite des Veranstalters informiert und in anderen Hotels als den gebuchten untergebracht. Derzeit muss ihre Rückreise organisiert werden, da auch die Fluggesellschaft Sky Airlines, die Gäste von GTI in die Türkei fliegt, den Betrieb eingestellt hat. Sky Airlines und GTI Travel gehören der gleichen Muttergesellschaft, der türkischen Kayi Group.

Die Kundengelder von GTI sind über den Hamburger Insolvenzversicherer Tourvers abgesichert. Das gilt auch für Urlauber, deren GTI-Reise noch bevorsteht. Damit sind Pauschalurlauber laut DRV-Sprecherin Sibylle Zeuch besser abgesichert als Kunden, die nur Flugtickets bei Sky Airlines gekauft haben. Da es keine Insolvenzversicherung für Fluggesellschaften gibt, ist dort die Lage unklar.

Die Konkurrenz reagiert ebenfalls: Der Türkeispezialist Bentour Swiss bietet in der Türkei gestrandeten Gästen von GTI, Buchmal und Sky seine Hilfe an. GTI Gäste können sich jederzeit vor Ort an die Bentour Swiss Reiseleitung in den Hotels und am Flughafen wenden. Der Türkeispezialist will bei Bedarf im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten auch mit Flugplätzen aushelfen.

Noch ist jedoch unklar, was mit jenen Urlaubern passiert, die ihren bevorstehenden Sommerurlaub bei GTI Travel gebucht haben. GTI hatte neben Türkeireisen auch Urlaub in Ägypten und Spanien im Angebot.

Laut Branchenmagazin Touristik Aktuell war nicht schlechtes Wirtschaften bei GTI selbst, sondern im Mutterunternehmen Kayi Group Auslöser der Pleite. Vor allem das Airline-Geschäft hatte dort zuletzt Millionenlöcher gerissen. Sowohl der Versuch, im Inlandsverkehr mit Sky Airlines Fuß zu fassen als auch die missglückte Gründung von German Sky sorgten für gewaltige Verluste. Am gestrigen Montag zogen türkische Banken dann die Reißleine – und überraschten damit auch die deutsche Tochter GTI.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mittelstandsanleihen-Ticker Creditreform senkt Rating von MT-Energie auf C

Das Rating von Eyemaxx sinkt um eine Stufe. VST gibt das Generalunternehmer-Geschäft auf. Karlie verzeichnet einen deutlichen Umsatzrückgang. Mehr

01.10.2014, 17:40 Uhr | Finanzen
Gestrandeter Buckelwal an der Goldküste gerettet

Ein gestrandeter Meeressäuger hat an der Goldküste für Aufregung gesorgt. Helfern gelang es nach mehreren Versuchen, das tonnenschwere Tier wieder ins offene Meer zu ziehen. Mehr

10.07.2014, 09:43 Uhr | Gesellschaft
Champion des Jahres Die kleinste Zeitzone der Welt

Sonst kämpfen sie um Bruchteile von Sekunden, hier geht es gleich um 3600 davon: wenn die Urlaubszeit von der amtlichen abweicht, kommt es zu Verwirrung im Rennen um die besten Startplätze. Mehr Von Thomas Klemm, Soma Bay

26.09.2014, 13:52 Uhr | Sport
Tausende Passagiere sitzen am Flughafen fest

Tausende Passagiere sind am Freitag am Flughafen in Sydney gestrandet. Grund war ein Stromausfall in einem der Terminals, von dem mindestens vier Fluglinien betroffen waren. Mehr

27.06.2014, 11:00 Uhr | Gesellschaft
Solarunternehmen Solon zum zweiten Mal insolvent

Einst war Solon einer der größten Solarmodulhersteller in Europa. Nach der ersten Pleite vor zwei Jahren stieg ein Investor ein. Nun fürchten die letzten Beschäftigten um Gehalt und Abfindungen. Mehr

18.09.2014, 17:53 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 04.06.2013, 10:08 Uhr

Wen die Portoerhöhung am meisten kostet

Von Helmut Bünder

Die Deutschen schreiben immer weniger Briefe, daher regt sie die verbraucherunfreundliche Portoerhöhung kaum auf. Aber für manche kostet sie auch Millionen. Mehr 11 7


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Die Maklerschwemme

Immobilienmakler haben’s auch nicht leicht. Es gibt immer mehr davon - ihre Anzahl hat sich verdoppelt. Ihre Blüte hat erstaunliche Parallelen zum Aufstieg der Immobilienportale im Internet. Mehr 2

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden