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Trotz Rekordverlust 58 Millionen Euro für Dresdner-Bank-Vorstand

27.03.2009 ·  Die Spitzenmanager der Dresdner Bank haben 2008 trotz Milliardenverlusten mehr verdient als jeder andere Bankvorstand in Deutschland. Laut Geschäftsbericht des mittlerweile zur Commerzbank gehörenden Instituts kassierten die Vorstände gut 58 Millionen Euro - mehr als doppelt so viel wie 2007.

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Die Spitzenmanager der Dresdner Bank haben 2008 trotz Milliardenverlusten weit mehr verdient als jeder andere Bankvorstand in Deutschland. Laut Geschäftsbericht des mittlerweile zur Commerzbank gehörenden Instituts kassierten die zeitweise neun Vorstände gut 58 Millionen Euro und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Größter Posten waren Abfindungen von mehr als 24 Millionen Euro - keiner der Dresdner-Vorstände wird nach der Integration des Instituts in die Commerzbank weiterbeschäftigt.

Zum Vergleich: Die Vorstände der Commerzbank verdienten im vergangenen Jahr 4,3 Millionen Euro, die der Deutschen Bank 4,5 Millionen Euro. Weltweit
ist eine hitzige Debatte über Bonuszahlungen an Banker entbrannt, die für Milliardenverluste verantwortlich sind (siehe auch Boni-Streit: AIG geht in Deckung). In den Vereinigten Staaten wird gar über eine Strafsteuer nachgedacht, um die Gelder bei staatlich gestützten Instituten wieder zurückzuholen.

Commerzbank-Vorstände erhalten wegen Staatseinstieg deutlich weniger

Finanzkreisen zufolge hatten die Spitzenmanager der Dresdner Bank teils noch langlaufende Verträge, die vorzeitig aufgelöst wurden. Der Leiter der für
Milliardenabschreibungen verantwortlichen Investmentbank Dresdner Kleinwort, Stefan Jentzsch, soll demnach mit acht Millionen Euro die höchste
Abfindungssumme eingestrichen haben. Vorstandschef Herbert Walter habe weniger als die Hälfte bekommen, sagte ein Insider. Die Bank und die damalige
Mutter Allianz äußerten sich nicht zu den Einzelsummen.

Bei der Mutter Commerzbank sind die Vorstandsgehälter im Jahr 2008 wegen der Milliardenhilfen des Staates und der Finanzkrise um zwei Drittel abgeschmolzen. Das Bankenrettungspaket des Bundes sieht eine Begrenzung von Managergehältern auf maximal 500.000 Euro vor, wenn der Staat einem kriselnden Geldhaus mit Finanzhilfen unter die Arme greift.

Der Bund hält seit Jahresbeginn 25 Prozent plus eine Aktie an der Commerzbank. Angesichts der Teilverstaatlichung seien die Gehälter der Manager des Instituts um knapp zwei Drittel niedriger als im Vorjahr ausgefallen, teilte die Commerzbank mit. Der Vorstand habe insgesamt 4,3 Millionen Euro verdient, 2007 seien es noch 12,4 Millionen Euro gewesen. Bank-Chef Martin Blessing verdiente 2008 demnach 500.000 Euro, die übrigen Vorstandsmitglieder bekamen 480.000 Euro. Im Jahr 2007 hatte Blessing dank Boni noch mehr als das Dreifache verdient.

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Von Heike Göbel

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