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Trotz Brexit : Siemens bekennt sich zu Standort Großbritannien

  • Aktualisiert am

Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens-AG Bild: AFP

Joe Kaeser will weiter in Großbritannien investieren: Es gebe mehr Gelegenheiten als Risiken, sagte der Siemens-Chef nach einem Treffen mit Premierministerin May.

          Trotz des bevorstehenden Brexits sagt Siemens-Chef Joe Kaeser der britischen Wirtschaft eine positive Entwicklung voraus. Er sei zuversichtlich, dass das Land die Turbulenzen bewältigen könne, erklärte der Manager in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Interview des Senders Sky News. Wirtschaftlich bleibe das Königreich neben Deutschland das wichtigste Land in Europa und biete viele Chancen. „Ich und mein Unternehmen wollen weiter investieren. Es gibt für uns mehr Gelegenheiten als Risiken.“

          Kaeser hatte sich am Donnerstag mit Premierministerin Theresa May in ihrem Londoner Regierungssitz getroffen. Dabei sei es um die wirtschaftliche Lage sowie Ausbildung und erneuerbare Energien gegangen, sagte der Manager.

          May stellte am Mittwoch den formellen Antrag zum Austritt ihres Landes aus der EU. Ihre Regierung und die 27 verbleibenden Staaten haben für die Scheidungsverhandlungen nun zwei Jahre Zeit. Die britische Regierung will einen harten Schnitt mit der Union und ist dafür auch bereit, auf einen Zugang zum europäischen Binnenmarkt zu verzichten.

          Quelle: Reuters

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