02.03.2009 · Europas größter Autobauer Volkswagen hat den Gewinn im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftsflaute gesteigert. Die Wolfsburger hatten im vergangenen Jahr einen neuen Verkaufsrekord eingefahren. Jetzt stockt das Unternehmen die Dividende für die Aktionäre auf. Aber wie geht es weiter?
Europas größter Autobauer Volkswagen hat den Gewinn im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftsflaute gesteigert und stockt die Dividende auf. Im vergangenen Jahr erhöhte sich das Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr um 13,7 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Die Dividende für die Aktionäre soll von 1,80 Euro auf 1,93 Euro je Stammaktie steigen. Darüber freuen dürften sich vor allem der Großaktionär Porsche und das Land Niedersachsen als zweitgrößter Anteilseigner.
Die Wolfsburger hatten ungeachtet der Wirtschaftsflaute im vergangenen Jahr mit 6,2 Millionen abgesetzten Golf, Polo, Passat, Audi, Skoda und Co einen neuen Verkaufsrekord eingefahren.
Im laufenden Jahr rechnet die weltweite Nummer drei jedoch mit hartem Gegenwind. Für das Krisenjahr 2009 traute sich der Vorstand keine konkrete Prognose zu. „Aufgrund des äußerst schwachen Geschäfts zu Beginn des Jahres ist das Erreichen des hohen Ergebnisnveaus der Vorjahre nicht möglich“, hieß es lediglich. Finanzchef Hans Dieter Pötsch hat bereits einen Verlust für das Auftaktquartal nicht ausgeschlossen.
16.500 Leiharbeiter-Stellen werden gestrichen
VW-Chef Martin Winterkorn hatte im jüngsten „Spiegel“ bereits angekündigt, dass wegen der Absatzkrise weltweit alle 16.500 Leiharbeiter-Stellen gestrichen werden. Das sei angesichts der Krise unvermeidlich. In Deutschland sind davon etwa 1650 Leiharbeiter-Stellen betroffen (siehe auch Autokrise: VW entlässt Tausende Leiharbeiter ).
Die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft sind laut Winterkorn aber zunächst gesichert. „Für dieses Jahr sehe ich da keine Probleme“, sagte der VW-Chef. Wenn die Krise allerdings anhalte, müsse „man über andere Dinge nachdenken“. An Entlassung oder Ähnliches denke derzeit niemand. Nach Angaben der IG Metall bekommen die festen Mitarbeiter zum 1. März trotz Krise eine Lohnerhöhung von 1,7 Prozent. Dieser Tarifabschluss wurde schon 2006 ausgehandelt.
nichts glauben!
Christian Brost (Zac12)
- 02.03.2009, 18:36 Uhr
Dividenden
Klaus Roderer (isualK)
- 02.03.2009, 20:50 Uhr
Die VW-Bank hatte keine Wahl
Moritz Liedtke (Folko)
- 02.03.2009, 21:41 Uhr
@Moritz Liedtke (Folko)
Klaus Roderer (isualK)
- 02.03.2009, 23:52 Uhr
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