17.03.2010 · Beim britischen Transportkonzern Arriva zeichnet sich ein Eigentümerwechsel ab. Das an der Londoner Börse notierte Unternehmen teilte am Mittwoch mit, dass es ein Übernahmeangebot erhalten habe, ohne Details zu nennen. Bei dem Interessenten soll es sich um die Deutsche Bahn handeln.
Von Ulrich Friese und Kerstin SchwennBeim britischen Transportkonzern Arriva zeichnet sich ein Eigentümerwechsel ab. Das an der Londoner Börse notierte Unternehmen teilte am Mittwoch mit, dass es ein Übernahmeangebot erhalten habe, ohne Details zu nennen. Bei dem Interessenten soll es sich um die Deutsche Bahn AG handeln. Noch vor wenigen Wochen wurde der Bahn- und Busbetreiber Arriva, der in 13 Ländern vertreten ist, mit dem Comfort-Delgro-Konzern aus Singapur und dem französischen Konkurrenten Keolis in Verbindung gebracht. In dieser Gesellschaft hat der Staatskonzern SNCF das Geschäft mit Zügen, Bussen und Trambahnen gebündelt.
Vor zwei Wochen wurden die Gespräche mit Keolis abgebrochen. Jetzt bringen Bankenvertreter die Deutsche Bahn als Käufer ins Gespräch. Die strategischen Ziele der beiden ergänzten sich ideal, hieß es. Während Bahnchef Rüdiger Grube mit mehr Präsenz in Großbritannien und im Tunnelverkehr liebäugelt, hat sich Arriva-Chef David Martin eine Expansion auf dem Kontinent verordnet. In Deutschland ist Arriva seit 2004 tätig. Die Unternehmen wollten die Gerüchte nicht kommentieren. Der Kurs der Arriva-Gruppe, die einen Börsenwert von 1,2 Milliarden Pfund erreicht, stieg am Mittwoch in London zeitweise um 17 Prozent.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.372,92 | −1,52% |
| Dow Jones | 12.443,30 | −1,09% |
| EUR/USD | 1,2421 | −0,54% |
| Rohöl Brent Crude | 103,93 $ | −2,73% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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