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Deutscher Industriekonzern : Siemens verdient mehr als sechs Milliarden Euro

  • Aktualisiert am

Zufrieden? Siemens-Chef Joe Kaeser Bild: dpa

Das Traditionsunternehmen Siemens macht nach Steuern so viel Gewinn wie im vergangenen Jahr. Die angeschlagene Kraftwerkssparte wirkt sich gleichwohl deutlich aus.

          Die angeschlagene Kraftwerks-Sparte hat dem Industriekonzern Siemens einen operativen Gewinnrückgang eingebrockt. Das Ergebnis aus dem industriellen Geschäft ging im Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende September) um sechs Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zurück, wie Siemens am Donnerstag in München mitteilte.

          Der Gewinn in der vor dem Abbau von 6000 Stellen stehenden Sparte Power & Gas brach um drei Viertel ein. Der Stellenabbau kostete im vierten Quartal allein 386 Millionen Euro.

          In sechs der acht Sparten laufe es aber gut. Der Nettogewinn stagnierte mit 6,12 Milliarden Euro. Dies unter anderem, weil die Ausgliederung der Zug-Sparte zu höheren Steuerbelastungen führte – Siemens Mobility soll mit dem französischen Rivalen Alstom fusionieren.

          Die Dividende will Siemens trotzdem um zehn Cent auf 3,80 Euro je Aktie erhöhen. Zudem beginnt im November ein weiteres, abermals drei Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm, das bis zum Jahr 2021 läuft.

          Für das neue Geschäftsjahr 2018/19 ist Siemens verhalten optimistisch. „Wir erwarten ein weiterhin günstiges Marktumfeld mit begrenzten Risiken aus geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere für unsere kurz-zyklischen Geschäfte“, erklärte das Unternehmen. Der Umsatz soll, Wechselkurseffekte ausgenommen, moderat zulegen, die Rendite aus dem Industriegeschäft soll zwischen elf und zwölf Prozent betragen. Ohne die Kosten des Personalabbaus hatte sie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 bei 11,3 Prozent gelegen. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um zwei Prozent auf 83,0 Milliarden Euro, der Auftragseingang um acht Prozent auf 91,3 Milliarden.

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