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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Traditionsunternehmen Märklin muss Insolvenz anmelden

 ·  Der Modelleisenbahnbauer Märklin ist insolvent. Die Geschäftsführung habe beim Amtsgericht Göppingen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, teilte das Unternehmen mit. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst weitergehen.

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Der traditionsreiche Modelleisenbahn-Hersteller Märklin ist insolvent. Die Geschäftsführung habe beim zuständigen Amtsgericht in Göppingen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Betrieb solle aber ohne Einschränkungen weiterlaufen, hieß es in der Mitteilung.

Die Landesbank Baden-Württemberg und die Kreissparkasse Göppingen haben einen Ende Januar ausgelaufenen Kredit über 50 Millionen Euro nicht verlängert. Tagelange Verhandlungen blieben erfolglos.

Geschäftsführung strebt Sanierung an

„Wir sind fest gewillt, in Abstimmung mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter unser Traditionsunternehmen mit Kultstatus (...) zu sanieren und dauerhaft im Markt zu etablieren“, betonte Geschäftsführer Dietmar Mundil. Die Geschäftsführung werde den vorläufigen Insolvenzverwalter bei der Analyse der wirtschaftlichen Situation von Märklin, der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und der Gestaltung der Zukunft des Unternehmens unterstützen.

Märklin muss Insolvenz anmelden

Märklin stand bereits vor fast drei Jahren kurz vor der Insolvenz. Damals hatte der britische Finanzinvestor Kingsbridge Märklin nach langem Tauziehen übernommen und damit gerettet. Er fuhr seitdem einen harten Sparkurs und schloss unter anderem die Produktionsstätte im thüringischen Sonneberg mit rund 220 Mitarbeitern. Im vergangenen Jahr hatte der Investor zuletzt angekündigt, die Personalkosten von derzeit 50 Millionen Euro um 5 Millionen Euro drücken zu wollen.

Bisherige Maßnahmen nicht ausreichend

Mundil räumte ein, die Maßnahmen, die in einem intensiven Restrukturierungsprozess in den vergangenen Jahren umgesetzt worden seien, hätten sich nicht in dem ursprünglich geplanten Kosten- und Zeitrahmen ausgewirkt. Die ausgelaufene Kreditlinie stand dem Unternehmen für sein saisonal schwankendes operatives Geschäft zur Verfügung.

Märklin steigerte 2008 trotz eines schwierigen Weihnachtsgeschäfts den Umsatz leicht auf 128 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2007 hatte der Umsatz bei 126 Millionen Euro gelegen. Gleichzeitig senkte Märklin den Verlust im operativen Geschäft. Zahlen dazu gab das Unternehmen allerdings nicht bekannt.

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