10.06.2012 · Wird zu viel über das Gesundheitssystem gejammert? Zumindest der Chef der Techniker Krankenkasse sagt: „Wenn, dann möchte ich am liebsten in Deutschland krank sein.“ Im Gespräch mit der F.A.S. spricht er auch über Prämienausschüttungen und den Abschied nach 20 Jahren im Dienst.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
"Schauen Sie in andere Länder, da ist es viel schlimmer."
Weit sind wir gekommen, wie dieses Argument beweist.
Wie wäre es, wenn wir dieses abgewrackte Ausbeutersystem mit den
goldenen Verhältnissen der 50er bis 90er Jahre vergleichen
würden? Die staatlich verordnete Rationierung treibt die
irrsinnigsten Blüten. Früher war es noch Spaß, in
Deutschland zu sagen, wen Du arm bist, mußt du früher
sterben. Heute ist es Realität!
Die gängigste Redewendungen in den Arztpraxen der Republik sind:
"Sind Sie privat oder Kassen versichert", "Haben Sie ihre
Karte dabei", "Dann bekomme ich 10 Euro", "Das
dürfen wir Ihnen leider nicht aufschreiben, das bezahlt die Kasse
nicht", "Da wäre noch ein Medikament, das wäre
besser geeignet, aber das müssen Sie leider selbst bezahlen",
"Sie fühlen sich nicht gut?; da hätten wir noch einen
Termin im ersten Quartal nächsten Jahres."
Millionen Menschen müssen überlegen, ob sie ein Medikament in
der Apotheke einschließlich Rezeptgebühr und Aufzahlung
leisten können, oder ob sie sich etwas zu Essen kaufen.
Historisch betrachtet, zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nur einen Dumpingbetrag für ärztliche Leistungen. Eine nach betriebswirtschaftlichen Maßtäben erstellte Gebührenordnung gibt es nur im privaten Bereich. Hier hat allerdings seit über 20 Jahren nicht mal ein Inflationsausgleich stattgefunden. Damit Ärzte als Kassenärzte arbeiten können, und 90% der Patienten behandeln dürfen, verzichten sie auf einen großen Teil ihres Ihnen eigentlich zustehenden Honorars. Von den 30 Euro, die man zB als HNO Arzt im Quartal (3 Monate) pro Patienten für eine "Behandlungsflatrate" bekommt, können viele Ärzte ihre Praxiskosten grade eben decken. Wenn dann ein hochbezahlter Krankenkassenbürokrat meint, die privaten Kankenkassen abschaffen zu wollen, dann bitte eine faire Gebührenordnung für alle, ohne Budgetierung und mit einem kalkulatorischen Arztlohn, den nicht jede illegale Raumpflegerin verschmähen würde. Und dann brauchen wir nur noch eine Krankenkasse für alle, mit nur einem Vorstand.
Wie wäre es damit. Die GKV garantiert die Grundversorgung. Hier ist
jeder zwangsweise Mitglied, auch Beamte. Und alle Einküfte incl.
Kapitaleinkühnfte zahlen ein (wie auch in die Rentenvesicherung).
Und alle bekommen die selben Leistungen. Und man wird sehen: Keine
Arztpraxis wird pleite gehen.
Darüber hinaus kann jeder private Versicherungen abschließen
oder private Leistungen bezahlen. Chefarzt, Goldkronen,... Und jeder!
Arzt muß gesetzliche Patienten behandeln und die Katalogleistungen
der GKV erbringen. Oder er darf in D nicht praktizieren.
Und dann wollen wir mal sehen, ob wir wirklich in einer medizinischen
Wüste enden. Ich wette, dass dies nicht der Fall sein wird. Im Gegenteil...
Gute Idee
... aber im Sinne eines Kostenbewußtseins müßte trotzdem eine Selbstbeteiligung pro Arztbesuch eingebaut sein und es müßte der Grundsatz gelten "Gleicher Beitrag für alle", auch für KInder und unabhängig vom Einkommen.
Eben weil kein Arzt in Deutschland mit der Behandlung von
Kassenpatinenten überleben könnte, braucht er Privatpatienten.
Brauchen 90% Kasenpatienten die 10%Privatpatienten als
Quersubventionierer und werden dafür noch schief angesehen.
Und begrenzt ist nicht die Zahl der Patienten, die der Arzt pro Quartal
behandeln darf, sondern die Zahl der Patieten, die er bezahlt kriegt.
Umsonst darf der gemeine Kassenarzt beliebig viel und lange arbeiten.
...und noch eine kleine Ergänzung:
Ihren richtigen Hinweis einmal in Zahlen ausgedrückt: etwas 20 bis
25% seines Umsatzes machen die Ärzte mit ihren Privatpatienten.
Herr Klusen von der TK deutet zumindest an, was die Folge wäre,
wenn es keine Privatkassen mehr gäbe: die fehlenden Einnahmen
müßten dann von den gesetzlich Versicherten aufgebracht
werden. Also rund 10% Beitragssteigerung sowie weiter steigende
staatliche Zuschüsse und Verwaltungskosten.
Das wollen diejenigen, die sich freudig an der Neiddebatte beteiligen,
aber weder wissen noch zahlen...
Die Privatisierung von Brief- und Paketpost, Telekommunikation und die
Öffnung der Märkte für den Fracht- und Reiseverkehr
beweisen: je weniger Staat, desto bessere Leistungen.
Ich zahle heute weniger für die Telekommunikation, als vor 15
Jahren - bei gleichzeitig erheblichem Leistungszuwachs. Da, wo die
Quasi-Monopole blieben (Bahn, Staatsfernsehen) ging die Entwicklung in
die andere Richtung.
Berücksichtige ich die ständig steigenden Zuschüsse aus
Steuermittel und die gleichzeitigen Leistungsminderungen mit, sind die
Kosten für die GKV stärker gestiegen, als die meiner privaten
Krankenkasse. Und in der Schweiz würde ich bei gleichen Leistungen
noch einmal weniger für meine Gesundheit zahlen, als in Deutschland.
Also: es ist sinnvoll, die Leistungen der Krankenkassen gesetzlich zu
regeln. Es ist aber absolut überflüssig, daß der Staat
sie selbst betreibt. Politik regelt njur selten - sie bedient sich umso
lieber selbst!
Wenn dann möchte ich in Deutschland krank sein...der Mann ist offensichtlich kein Mediziner
Selbst die katholische Kirche schickt ihre erkrankten deutschen
Oberhäupter lieber in die Schweiz als sie in eigenen Kliniken in
Deutschland zu behandeln.
Prinz Charles bevorzugt die USA
Der junge Mann er bei "Wetten das" so auf die Nase fiel, war
auch bald in der Schweiz.
Der Mann hat keine Ahnung von Medizin denke ich. Es könnte sein er
meint die Versicherungslandschaft, dann müßte er aber sagen:
ich möchte in Deutschland versichert sein, das ist aber etwas
völlig anderes.
Eine einzige Krankenversicherung, die die medizinische Grundsicherung garantiert reicht aus - so wie eine Rentenversicherung auch genügt. Was darüber hinaus geht (Massagen, Kuren, besondere "Hotelleistungen" in Kliniken etc.) könnten aus einem Leistungskatalag zugebucht werden. Dies wäre dann ein ausreichendes Terrain für private Krankenversicherungen, der vielzitierte Wettbewerb hätte eine herrliche Spielwiese - das wirklich medizinisch Notwendige darf es nicht sein!
...schafft die PKV ab und es werden viele Praxen schließen, Krankenhäuser pleite gehen und noch mehr Ärzte ins Ausland abwandern.
Die Privatisierung der Post hat zu einer Kriminalisierung der
Telekommunikationsbranche geführt. Paketdienste wurden zu Sklaventreibern.
Die Privatisierung der Stromanbieter führte zu undurchsichtigen
Tarifstrukturen und Konkursen, bei denen die Kunden viel Geld verloren.
Wenn ich mir das nun auch noch mit ähnlichen Konsequenzen für
den Gesundheitssektor vorstelle, na dann, Gute Nacht!
Die gesetzliche KV soll bleiben, aber sie Bedarf einer grundlegenden
Reform, d.h. stärkere Kontrolle der Rechnungssteller (Ärzte)
und mehr Verantwortung bei den Versicherten (Rechnungskontrolle), und
damit ein verantwortungvollerer Umgang mit Leistungen und Kosten.
Wann darf ich als Versicherter der TKK endlich die Rechnungen meiner Ärzte einsehen?
Dieser einfache Schritt würde an einem ganz entscheidenden Punkt die notwendige Transparenz schaffen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.06.2012 15:03 Uhrdas ist ganz einfach- verlangen Sie eine Patientenquittung!
Gegen eine Gebühr von zwei Euro (kein Witz!) dürfen Sie diese
Rechnungen einsehen. Machen Sie es sich aber nicht so umständlich.
Fragen Sie Ihren Arzt einfach nach seinem Regelfallwert. Der
Regelfallwert ist der maximale durchschnittliche Wert einer Behandlung
eines Patienten im Quartal.
Er beträgt für Gynäkologen etwa 16 EUR pro Quartal,
für Urologen ca 20 EUR, der Hausarzt bekommt 45 EUR und ich als
Kardiologe behandele Sie 1 Quartal lang für 48,- EUR,
unabhängig davon wie alt und krank Sie sind und wie oft Sie meine
Hilfe im Quartal benötigen. Wenn Sie allerdings nur zu einer
Konsultation kommen, gibt es natürlich weniger.
Nebenbei sei die Bemerkung erlaubt, dass keine Arztpraxis mit diesen
Regelfallwerten, d.h. mit der Kassenmedizin allein, überleben
könnte. Da zusätzlich die Fallzahl, d.h. die Anzahl den
Patienten, die behandelt werden dürfen, individuell beschränkt
wird, entsteht die allseits beklagte Wartezeit beim Facharzt.
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |