Vor der Küste von Alaska hat sich bei einem Sturm eine Ölbohrinsel des Konzerns Royal Dutch Shell losgerissen und ist auf Grund gelaufen. Luftaufnahmen der amerikanischen Küstenwache vom Dienstag ließen jedoch zunächst darauf schließen, dass die Bohrinsel kein Öl verliert. Nach Angaben der Küstenwache hat die „Kulluk“ mehr als eine halbe Million Liter Diesel und andere Ölprodukte geladen. Der Unfall ist ein herber Rückschlag für den britisch-niederländischen Ölkonzern und sein 4,5 Milliarden Dollar umfassendes und ohnehin umstrittenes Ölförderprogramm vor Alaskas Küste.
Die im Jahr 1983 gebaute Bohrinsel hatte zur Überholung nach Puget Sound geschleppt werden sollen. Am Freitag wurde aber aufgrund eines mechanischen Fehlers die Verbindung zwischen der Bohrinsel und dem sie schleppenden Schiff „Aiviq“ gekappt. Am Montagmorgen konnte die „Kulluk“ wieder an der „Aiviq“ festgemacht werden, sie riss sich aber bei stürmischem Wetter am Montagnachmittag wieder los und trieb in die Nähe der Kodiak-Inseln. Bereits am Samstag hatte die Küstenwache die 18 Besatzungsmitglieder wegen des Sturms in Sicherheit gebracht.
Erinnerungen an „Deepwater Horizon“
Shell hatte mit seinen Plänen im vergangenen Jahr Umweltschützer und Bewohner der sensiblen Region gegen sich aufgebracht. Sie befürchten, dass der Konzern die Risiken einer Ölförderung im Golf von Alaska unterschätzt.
Seit der Explosion der Plattform „Deepwater Horizon“ des Shell-Rivalen BP und der anschließenden Ölkatastrophe im Golf von Mexiko haben die Ölmultis in den Vereinigten Staaten verstärkt mit Widerstand zu kämpfen.
Ich bin gespannt, ob nach dieser Katastrophenankündigzung auch die
Entwarnung an
Lothar Wölfel (LWoelfel)
- 03.01.2013, 11:57 Uhr
Die Gewinne steigen - wie die Risiken. Zusammenhänge?
Otto Meier (DerQuerulant)
- 02.01.2013, 15:35 Uhr
Wann werden Volksgewählte wieder tugendhaft handeln?
Alexander Gross (laubbaum7)
- 02.01.2013, 14:12 Uhr
Die Versgaer heißen nicht Shell oder BP
Herbert Wertig (HerWer)
- 02.01.2013, 10:38 Uhr
Der Unterschied zu "Deep Water Horizon"
Kurt Fink (FinkKurt)
- 02.01.2013, 10:27 Uhr
