Home
http://www.faz.net/-gqi-75ghn
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Tiefsee-Förderung Shell-Ölbohrinsel vor Alaska auf Grund gelaufen

 ·  Die nächste Ölkatastrophe auf See? Bisher läuft kein Öl aus der Bohrinsel aus, die vor der Küste Alaskas auf Grund gelaufen ist. Für den Konzern Royal Dutch Shell ist es dennoch ein Rückschlag.

Artikel Bilder (1) Video (1) Karte Lesermeinungen (11)

Vor der Küste von Alaska hat sich bei einem Sturm eine Ölbohrinsel des Konzerns Royal Dutch Shell losgerissen und ist auf Grund gelaufen. Luftaufnahmen der amerikanischen Küstenwache vom Dienstag ließen jedoch zunächst darauf schließen, dass die Bohrinsel kein Öl verliert. Nach Angaben der Küstenwache hat die „Kulluk“ mehr als eine halbe Million Liter Diesel und andere Ölprodukte geladen. Der Unfall ist ein herber Rückschlag für den britisch-niederländischen Ölkonzern und sein 4,5 Milliarden Dollar umfassendes und ohnehin umstrittenes Ölförderprogramm vor Alaskas Küste.

© dapd, reuters Vergrößern Tiefsee-Förderung: Bohrinsel läuft auf Grund

Die im Jahr 1983 gebaute Bohrinsel hatte zur Überholung nach Puget Sound geschleppt werden sollen. Am Freitag wurde aber aufgrund eines mechanischen Fehlers die Verbindung zwischen der Bohrinsel und dem sie schleppenden Schiff „Aiviq“ gekappt. Am Montagmorgen konnte die „Kulluk“ wieder an der „Aiviq“ festgemacht werden, sie riss sich aber bei stürmischem Wetter am Montagnachmittag wieder los und trieb in die Nähe der Kodiak-Inseln. Bereits am Samstag hatte die Küstenwache die 18 Besatzungsmitglieder wegen des Sturms in Sicherheit gebracht.

Erinnerungen an „Deepwater Horizon“

Shell hatte mit seinen Plänen im vergangenen Jahr Umweltschützer und Bewohner der sensiblen Region gegen sich aufgebracht. Sie befürchten, dass der Konzern die Risiken einer Ölförderung im Golf von Alaska unterschätzt.

Seit der Explosion der Plattform „Deepwater Horizon“ des Shell-Rivalen BP und der anschließenden Ölkatastrophe im Golf von Mexiko haben die Ölmultis in den Vereinigten Staaten verstärkt mit Widerstand zu kämpfen.

  Weitersagen Kommentieren (10) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
Golf-Masters in Augusta Kommt noch was von Kaymer?

Der ehemalige Erste der Golf-Weltrangliste sucht den Weg aus der Krise. Das Masters in Augusta soll Martin Kaymer das ersehnte Comeback bringen. Altmeister Bernhard Langer macht ihm Mut. Mehr

10.04.2014, 10:43 Uhr | Sport
Fährunglück vor Südkorea Die Hoffnung schwindet, die Wut wächst

Mit jedem Tauchgang zum Wrack der „Sewol“ schwindet die Hoffnung auf Überlebende: Die Zahl der Toten steigt. Zur Trauer um die Vermissten kommt zunehmend Wut - auch auf den Kapitän, gegen den nun die Staatsanwaltschaft ermittelt. Mehr

17.04.2014, 15:07 Uhr | Gesellschaft
Schiffsunglück vor Südkorea Haftbefehl gegen Kapitän

Der Kapitän der südkoreanische Fähre „Sewol“ war zum Unglückszeitpunkt nicht auf der Kommandobrücke. Als das Schiff zu kentern drohte, verließ er das Schiff. Nun wurde der 69 Jahre alte Lee Joonseok verhaftet. Mehr

18.04.2014, 23:14 Uhr | Gesellschaft

02.01.2013, 09:26 Uhr

Weitersagen

Kein Skandal in Griechenland

Von Werner Mussler

Ist Griechenlands Defizit-Statistik frisiert? Das sagt AfD-Chef Bernd Lucke. Aber der angebliche Skandal ist gar keiner. Mehr 19 13


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --