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Industrie : Thyssen-Krupp streicht bis zu 2500 Stellen

Thyssen-Krupp-Zentrale in Essen Bild: dpa

Der Industriekonzern versucht rund 400 Millionen Euro an Kosten zu sparen. An der Börse kam die Nachricht gut an.

          Der Essener Industriekonzern Thyssen-Krupp plant in den kommenden drei Jahren erhebliche Einsparungen in der Verwaltung. Wie am Dienstag nach einer Betriebsversammlung bekannt wurde, geht das Unternehmen derzeit davon aus, dass bis Ende des Geschäftsjahres 2019/20 von den insgesamt 18.000 Verwaltungsstellen im Konzern rund 2000 bis 2500 Stellen betroffen sein werden.

          Brigitte  Koch

          Wirtschaftskorrespondentin in Düsseldorf.

          Rund die Hälfte davon entfällt auf Deutschland. Man werde alles daran setzen, den Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten, wird bekräftigt. Die jeweils zuständigen Gremien der Mitbestimmung würden wie gewohnt einbezogen, bestehende tarifliche Vereinbarungen würden eingehalten. An der Börse kam die Nachricht über weitere Einsparungen gut an. Der Kurs der Thyssen-Krupp-Aktie kletterte am Morgen um fast 3 Prozent auf über 26,85 Euro. 

          Bei der geplanten Straffung der Verwaltung handelt es sich nicht um ein neues, zusätzliches Sparprogramm, wie die Sprecherin des Konzerns sagte. Vielmehr seien in den vergangenen Monaten die Verwaltungsstrukturen überprüft und auch mit externen Wettbewerbern vergleichen worden. Dabei sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass die Verwaltungskosten von aktuell 2,4 Milliarden Euro deutlich zu hoch sind. Ziel sei, diese mit verschiedenen Maßnahmen um 400 Millionen Euro zu reduzieren. 

          Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns hat der  Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger das Ziel vorgegeben, das Betriebsergebnis nachhaltig auf mindestens 2 Milliarden Euro zu heben. Denn erst dann sei Thyssen-Krupp dauerhaft in der Lage, seine Verpflichtungen zu bedienen und gleichzeitig in Wachstum investieren zu können, lautet sein Argument.

          Mit dem im Geschäftsjahr 2011/12 begonnenen Effizienzprogramm mit dem Namen Impact wurden in den zurückliegenden Jahren nach Konzernangaben schon zwischen 800 Millionen Euro und eine Milliarde Euro jährlich an Kosten gespart, und zwar unter anderem durch die Bündelung des Einkaufs oder die Verbesserung der Leistungsfähigkeit in den operativen Einheiten. Wie es heißt, reicht das derzeitige Ergebnisniveau dennoch nicht für einen nachhaltig positiven Mittelzufluss aus. Deshalb wurden nun die Verwaltungskosten verstärkt ins Visier genommen.

          Quelle: FAZ.NET

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