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Teures Kerosin und schwache Konjunktur United Airlines entlässt 950 Piloten

24.06.2008 ·  Der teure Treibstoff und die schwache Konjunktur schlagen bei Amerikas Fluggesellschaften voll durch. Die Nummer zwei, United Airlines, will jetzt 950 Piloten entlassen. Führende Manager sprechen von der schlimmsten Branchenkrise seit den Terroranschlägen im Jahr 2001.

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Wegen der Ölpreisexplosion entlässt die Fluggesellschaft United Airlines 950 Piloten. Mit den Stellenstreichungen werde noch im Sommer begonnen, teilte die nach Passagierkilometern zweitgrößte Fluggesellschaft der Welt mit. Das Unternehmen will sein Angebot im Herbst und Winter verkleinern.

Von der Entscheidung sind fast 15 Prozent der mehr als 6.500 United-Airlines-Piloten betroffen. Die Airline, die die Kapazitäten auf Inlandsflügen um 14 Prozent reduzieren will, hatte zuvor bereits angekündigt, insgesamt 1.400 bis 1.600 Stellen zu streichen. UAL beschäftigt insgesamt mehr als 55.000 Mitarbeiter.

Schlimmste Krise seit den Terroranschlägen 2001

Amerikas Fluglinien haben mit enorm gestiegenen Kerosinkosten und der schwächelnden Wirtschaft in Amerika zu kämpfen. Sie sehen sich daher zunehmend zu Kooperationen und Zusammenschlüssen gezwungen. Am Freitag kündigten United Airlines und Continental an, Vertrieb und Flugplan aufeinander abzustimmen. Die ökonomischen Probleme bekommen inzwischen auch die Kunden zu spüren: United verlangt ebenso wie zwei Konkurrenten inzwischen einen Zuschlag von 15 Dollar für das erste Gepäckstück.

Vor kurzem hatte Continental Airlines, die viertgrößte Fluglinie in den Vereinigten Staaten, angekündigt, sich von 3.000 Mitarbeitern zu trennen. Das entspricht fast sieben Prozent der 45.000 Mitarbeiter starken Belegschaft. Der Vorstandsvorsitzende Larry Kellner hatte erklärt, die Flugindustrie stecke aufgrund der dramatisch gestiegenen Preise für Flugbenzin in der schlimmsten Krise seit den Terroranschlägen im Jahr 2001. Treibstoff sei heute 75 Prozent teurer als noch vor einem Jahr. Die Benzinkosten für Continental werden nach seiner Einschätzung in diesem Jahr um 2,3 Milliarden Dollar steigen. Das entspreche mehr als 50.000 Dollar je Mitarbeiter.

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Von Holger Steltzner

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