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Elektroauto-Hersteller : Tesla legt bei Model 3 Produktionspause ein

  • Aktualisiert am

Teslas Model 3 bei der Vorstellung im März 2016 in Kalifornien Bild: Reuters

Die Probleme beim Elektroauto-Hersteller Tesla scheinen kein Ende zu nehmen: Nun will man beim wichtigen Model 3 eine Produktionspause einlegen – und versucht, die Kunden zu beruhigen.

          Obwohl Tesla bereits weit hinter dem eigenen Zeitplan liegt, werden bei dem Elektroautobauer nach einem Medienbericht für vier bis fünf Tage kein Model 3 vom Band rollen. Der vorübergehende Fertigungsstopp des Hoffnungsträgers der Firma von Tech-Milliardär Elon Musk sei der Belegschaft der Fabrik im kalifornischen Fremont ohne Vorwarnung mitgeteilt worden, berichtete die Newsseite „Buzzfeed“ am Montagabend (Ortszeit) unter Berufung auf Mitarbeiter.

          Eine solche Pause sei nichts Ungewöhnliches und nötig, um die Automation zu verbessern, erklärte ein Tesla-Sprecher. Die gleiche Begründung hatte das Unternehmen bereits geliefert, als die Produktion Ende Februar schon einmal vorübergehend ausgesetzt worden war. Die betroffenen Mitarbeiter sollen dem „Buzzfeed“-Bericht nach entweder unbezahlt zu Hause bleiben oder Urlaubstage abbauen.

          Hoffnungen ruhen auf Model 3

          Für Tesla kommt der Produktionsstopp äußerst ungelegen, das Unternehmen setzt große Hoffnungen auf das Model 3, hat seinen Zeitplan bislang aber massiv verfehlt. Firmenchef Musk wollte die Produktion eigentlich bereits zum Ende 2017 auf 5000 Wagen pro Woche gebracht haben. Dieses Ziel wurde jüngst auf Ende Juni verschoben. Ende März fertigte Tesla gut 2000 Model 3 wöchentlich.

          Musk hatte zuletzt eingeräumt, dass die Produktionsprobleme von einer übertriebenen Automatisierung verschärft wurden. Dem amerikanischen Fernsehsender CBS bestätigte Musk, dass Roboter die Fertigung in einigen Fällen verlangsamt hätten. Später fügte er bei Twitter hinzu: „Ja, die übertriebene Automatisierung bei Tesla war ein Fehler. Um genau zu sein, mein Fehler. Menschen sind unterbewertet.“ Wie diese Aussagen jetzt zu dem Fertigungsstopp passen, blieb zunächst unklar.

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