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Geheimnisdiebstahl : Tesla einigt sich mit ehemaligem Autopilot-Entwickler

  • Aktualisiert am

Autopilot on board: Ein Tesla Modell 3 in Brooklyn Bild: AFP

Massenhaft Daten über Teslas Autopilot soll Sterling Anderson zu seiner neuen Firma mitgenommen haben, so der Vorwurf. Jetzt lässt Tesla die Klage fallen, will aber eine weitere Untersuchung.

          Tesla lässt nach einer außergerichtlichen Einigung die aufsehenerregende Klage gegen seinen früheren Chefentwickler des Fahrassistenten wegen Geheimnisdiebstahls fallen. Der Elektroauto-Hersteller warf Sterling Anderson vor, er habe vor seinem Abgang „hunderte Gigabyte“ an Daten auf eine Festplatte geladen und mitgenommen. Tesla verklagte zugleich auch den früheren Chefentwickler von Googles selbstfahrenden Autos, Chris Urmson, der mit Anderson das Roboterwagen-Start-up Aurora gründete.

          Details der Einigung wurden nur in Bruchstücken bekannt. So schrieb Anderson in einem Blogeintrag, bei einer von Aurora beauftragten Überprüfung seien „keine relevanten vertraulichen Informationen“ von Tesla auf privaten Computern oder im Firmensystem gefunden worden. Auch gebe es keine Belege dafür, dass Aurora-Mitarbeiter vertrauliche Informationen von Tesla genutzt oder Zugang dazu gehabt hätten. Tesla erhielt nach eigenen Angaben als Teil der Einigung eine Zahlung von 100.000 Dollar (rund 93.000 Euro). Anderson zufolge erklärte sich Aurora bereit, die Kosten einer weiteren Überprüfung von Computern des Start-ups zu bezahlen. Zudem soll sich Aurora verpflichten bis Februar 2018 keine Tesla-Mitarbeiter abzuwerben und einzustellen.

          Die Klage hatte Ende Januar hohe Wellen geschlagen, weil es um zwei Branchenstars bei der Entwicklung selbstfahrender Autos ging. Sie wurde jedoch wenige Wochen später von einer Klage der Google-Schwesterfirma Waymo noch übertroffen. Das Unternehmen will das Roboterwagen-Programm von Uber stoppen, weil dabei seine Technologie genutzt werde, die der früheren Top-Entwickler Anthony Lewandowski zum Fahrdienst-Vermittler mitgebracht habe. Uber weist die Vorwürfe zurück.

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          Quelle: bfch./dpa

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