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Teilweise gerettet : Bremer Lürssen-Gruppe übernimmt Peene-Werft

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Die Bremer Lürssen-Gruppe hat den Zuschlag für die Peene-Werft bekommen. Bild: dpa

Im August meldeten die P+S-Werften Insolvenz an. Nun steht ein Käufer für einen Teil des Unternehmens fest. Der größte deutsche Anbieter von Marineschiffen entsteht.

          Die Bremer Lürssen-Gruppe übernimmt die insolvente Peene-Werft im vorpommerschen Wolgast. Der Gläubigerausschuss habe Lürssen den Zuschlag gegeben, teilte Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann mit. Der Kaufpreis betrage weniger als 20 Millionen Euro. 360 der derzeit noch rund 400 Arbeitsplätze sollten erhalten bleiben. Zudem würden alle 65 Auszubildenden der Werft übernommen und deren Ausbildung fortgesetzt. 110 Beschäftigte waren bereits in eine Transfergesellschaft gewechselt.

          Das Bremer Unternehmen arbeitet bereits beim Bau der Fregatten F 125 für die Bundesmarine mit dem Wolgaster Schiffbauunternehmen zusammen. Mit der Peene-Werft, der ehemals größtem Militärwerft der DDR, steigt die Lürssen-Gruppe zu Deutschlands größtem Anbieter von Marine-Überwasserschiffen auf.

          Verbund mit Schwesterwerft in Stralsund gelöst

          Mit dem Verkauf wird der Verbund mit der Volkswerft gelöst. Für die ebenfalls insolvente Schwesterwerft in Stralsund, auf der zwei wegen technischer Probleme nicht verkaufte Fähren für Scandlines gebaut wurden, gebe es mehrere Interessenten aus dem In- und Ausland, berichtete Brinkmann.

          Die P+S Werften mit insgesamt knapp 2.000 Beschäftigten waren in finanzielle Schieflage geraten, nachdem sie sich mit Aufträgen übernommen hatten und absehbar war, dass Schiffe nicht rechtzeitig fertig werden konnten. Daraufhin stoppten Bund und Land die Zahlung von Rettungshilfen. Als die Abnehmer der Schiffe, darunter als größte die Reedereien Scandlines und DFDS, nach der Darstellung von P+S zu keinen Zugeständnissen bereit waren, musste das Schiffbauunternehmen im August Insolvenz anmelden.

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