Home
http://www.faz.net/-gqi-754uy
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Teilweise gerettet Bremer Lürssen-Gruppe übernimmt Peene-Werft

Im August meldeten die P+S-Werften Insolvenz an. Nun steht ein Käufer für einen Teil des Unternehmens fest. Der größte deutsche Anbieter von Marineschiffen entsteht.

© dpa Vergrößern Die Bremer Lürssen-Gruppe hat den Zuschlag für die Peene-Werft bekommen.

Die Bremer Lürssen-Gruppe übernimmt die insolvente Peene-Werft im vorpommerschen Wolgast. Der Gläubigerausschuss habe Lürssen den Zuschlag gegeben, teilte Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann mit. Der Kaufpreis betrage weniger als 20 Millionen Euro. 360 der derzeit noch rund 400 Arbeitsplätze sollten erhalten bleiben. Zudem würden alle 65 Auszubildenden der Werft übernommen und deren Ausbildung fortgesetzt. 110 Beschäftigte waren bereits in eine Transfergesellschaft gewechselt.

Das Bremer Unternehmen arbeitet bereits beim Bau der Fregatten F 125 für die Bundesmarine mit dem Wolgaster Schiffbauunternehmen zusammen. Mit der Peene-Werft, der ehemals größtem Militärwerft der DDR, steigt die Lürssen-Gruppe zu Deutschlands größtem Anbieter von Marine-Überwasserschiffen auf.

Verbund mit Schwesterwerft in Stralsund gelöst

Mit dem Verkauf wird der Verbund mit der Volkswerft gelöst. Für die ebenfalls insolvente Schwesterwerft in Stralsund, auf der zwei wegen technischer Probleme nicht verkaufte Fähren für Scandlines gebaut wurden, gebe es mehrere Interessenten aus dem In- und Ausland, berichtete Brinkmann.

Mehr zum Thema

Die P+S Werften mit insgesamt knapp 2.000 Beschäftigten waren in finanzielle Schieflage geraten, nachdem sie sich mit Aufträgen übernommen hatten und absehbar war, dass Schiffe nicht rechtzeitig fertig werden konnten. Daraufhin stoppten Bund und Land die Zahlung von Rettungshilfen. Als die Abnehmer der Schiffe, darunter als größte die Reedereien Scandlines und DFDS, nach der Darstellung von P+S zu keinen Zugeständnissen bereit waren, musste das Schiffbauunternehmen im August Insolvenz anmelden.

Quelle: Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mittelstandsanleihen-Ticker FFK-Anleger könnten mehr als 30 Prozent bekommen

Die Rating-Agentur Scope stuft die Deutsche Forfait auf „CCC“ ab. Gebr. Sanders stockt seine Anleihe auf. Creditreform stuft VST auf „B-“ ab. Mehr

22.07.2014, 08:24 Uhr | Finanzen
Waffenexporte Deutsche Rüstungspolitik trifft die Verbündeten

Wirtschaftsminister Gabriel kontrolliert die Waffenlieferungen ins Ausland schärfer. Das trifft nicht bloß Kunden am Golf. Denn Deutschlands Waffenschmiede liefern Kleinteile auch an Hersteller in England oder Frankreich. Mehr

21.07.2014, 10:51 Uhr | Wirtschaft
„Costa Concordia“ Vom Wrack befreit

Giglio ist vom Wrack der „Costa Concordia“ befreit. Aber mit dem Unglücksriesen verschwinden auch die vielen Techniker, Journalisten und Kurzzeittouristen von der Insel. In die Freude der Bewohner mischt sich Zukunftsangst. Mehr

23.07.2014, 16:34 Uhr | Gesellschaft

Eigennützige Rüge für die Deutsche Bank

Von Markus Frühauf

Der amerikanische Steuerzahler hat nicht vergessen, dass er infolge der Finanzkrise 8,5 Milliarden Dollar an die Deutsche Bank zahlte. Droht nun eine ähnlich hohe Strafe für das Geldhaus? Mehr 3 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Wirtschaft in Zahlen Israel auf Importe angewiesen

Israels Industrie gilt als hoch entwickelt. Das Land exportiert Medikamente, Software und andere Hochtechnologie. Dennoch überwiegen im Außenhandel noch immer die Importe. Mehr