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Technologie Siemens streicht weitere 1000 Stellen

28.04.2006 ·  Der Siemens-Konzern streicht in seiner kriselnden Kommunikationssparte weitere 1.000 Stellen. Die Arbeitsplätze sollen in Verwaltung, Vertrieb und Entwicklung wegfallen.

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Der Siemens-Konzern baut in seiner Kommunikationssparte Com im Inland weitere Stellen ab, um die Problemsparte ertragsstärker zu machen. Belegschaft und Firmenleitung wollten über „einen Interessenausgleich für circa 1000 Mitarbeiter“ verhandeln, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit. Der Stellenabbau bezieht sich ausschließlich auf Deutschland.

Die nach wie vor größte Siemens-Sparte hatte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2005/06 nur eine Umsatzrendite von 0,8 Prozent erzielt, sie ist damit weit von der für 2007 vorgegebenen Zielmarge von acht bis elf Prozent entfernt. Die Belegschaft wird bereits seit einiger Zeit reduziert.

Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres hatte die Com-Sparte im Inland 22.000 Mitarbeiter, den derzeitigen Personalstand nennt Siemens nicht. In Branchenkreisen hieß es, seitdem seien etwa 1000 Stellen abgebaut worden. Weltweit hat die Com-Sparte mehr als 50.000 Mitarbeiter. Insgesamt beschäftigt Siemens weltweit 470.000 Mitarbeiter.

An der Börse gab der Kurs der Siemens-Aktie bis zum Nachmittag um 2,7 Prozent auf 75,27 Euro nach.

Siemens will Doppelarbeiten vermeiden

Den nun geplanten zusätzlichen Stellenabbau begründete Siemens mit dem Wandel in der Kommunikationstechnik, wodurch Arbeitsinhalte in Fertigung, Montage und Wartung wegfielen. Außerdem seien Einschnitte bei Verwaltung, Vertrieb und Entwicklung nötig, um Doppelarbeiten nach der Zusammenführung der Bereiche Mobilfunk und Festnetztechnik vor gut einem Jahr abzubauen. Ob es in der Com-Sparte auch im Ausland zu weiteren Stellenstreichungen kommen wird, ließ Siemens offen.

Siemens kämpft in seinen beiden Krisensparten Com und IT-Dienstleistungen (SBS) seit längerem um eine Trendwende. Einen Bericht des Magazins „Focus“ über eine Auflösung von SBS hatte Siemens am Morgen zurückgewiesen. Dieser Bericht sei haltlos und in der jetzigen Form nicht nachvollziehbar, sagte ein Siemens-Sprecher zu Dow Jones Newswires.

Der „Focus“ hatte unter Berufung auf Brancheninsider am Freitag vorab berichtet, daß die SBS-Sparte aufgelöst werden soll, da sich kein Interessent gefunden habe. In dem Artikel heißt es weiter, daß die nach der Ausgliederung des Bereichs Product Related Services (PRS) zum 1. April bei SBS verbliebenen Geschäfte in die Sparte „Kommunikationstechnik“ überführt werden sollen.

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