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Technik Siemens-Sanierung der Com-Sparte ohne Entlassungen

22.09.2005 ·  Der Siemens-Konzern hat sich mit der IG Metall auf Maßnahmen zur Sanierung der defizitären Kommunikationssparte Com verständigt. Entlassungen sollen vermieden werden. Rund 2000 Arbeitsplätze werden jedoch abgebaut.

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Der Siemens-Konzern hat sich mit der IG Metall auf ein Maßnahmenbündel zur Sanierung eines defizitären Bereichs der Kommunikationssparte Com verständigt. Entlassungen sollen damit vermieden werden.

Das Paket sehe für die Sparte, die Netzwerke für Firmen vertreibt und wartet, unter anderem eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden von 35,8 Stunden pro Woche vor, teilte Siemens am Donnerstag mit. Zudem sei ein Angebot an die Mitarbeiter vorgesehen, in eine Qualifizierungsgesellschaft zu wechseln oder über Abfindungen oder Altersteilzeit ganz auszuscheiden.

Stellenabbau wohl unter 2.000

Ziel sei, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, erklärte Siemens. „Mit der jetzt erzielten Einigung schaffen wir die Basis für eine sozialverträgliche Anpassung der Personalkapazitäten an die veränderten Rahmenbedingungen in diesem Marktsegment“, sagte Personalvorstand Jürgen Radomski.

Eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte, der Stellenabbau solle unter der Zahl von 2.000 Arbeitsplätzen liegen. Letztlich hänge der Stellenabbau von den Effekten ab, die mit dem Sanierungsprogramm erzielt werden könnten.

Siemens hatte erst Anfang der Woche den Abbau von 2.400 Arbeitsplätzen beim IT-Dienstleister SBS angekündigt und dabei auch Stellenstreichungen im Vertriebs- und Servicegeschäft der Com-Sparte angedeutet.

Alternative zum Beschäftigungsabbau

Nach Siemens-Angaben sind knapp 5.000 Menschen mit Vertrieb und Service der Netze von Firmenkunden beschäftigt. Die Sparte leidet neben der schwachen Inlandskonjunktur darunter, daß Kunden sich bei Investitionen in neue Internet-basierte Kommunikationstechniken zurückhalten.

Die IG Metall teilte mit, für den Problembereich der defizitären Siemens-Com-Sparte werde der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung angewendet. „Dieses Ergebnis zeigt, daß es Alternativen zum phantasielosen Beschäftigungsabbau gibt und unsere Tarifverträge genau diesen Spielraum bieten“, sagte IG-Metall-Vize Berthold Huber. An der Börse gab der Kurs der Siemens-Aktie etwas stärker als der Gesamtmarkt um 1,3 Prozent auf 62,10 Euro nach.

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