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Tarifkonflikt mit Flugbegleitern Lufthansa richtet sich auf Streik ein

 ·  Die Lufthansa rechnet damit, dass es im Tarifkonflikt mit ihren 19.000 Flugbegleitern zu einem Streik kommen wird. Lufthansa-Aufsichtsratschef Weber rät in diesem Fall zu Härte: „Besser man lässt es zum großen Knall kommen, bevor sich das Unternehmen aus dem Wettbewerb katapultiert“.

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Die Lufthansa richtet sich auf Arbeitsniederlegungen ihrer rund 19.000 Flugbegleiter ein. Man rechne mit „Turbulenzen“ in der tariflichen Auseinandersetzung mit der Kabinengewerkschaft Ufo, sagte Personalvorstand Stefan Lauer am Dienstagabend in Frankfurt. „Das Schlimmste“ werde aber voraussichtlich nicht eintreten. Gemeint sei damit ein flächendeckender, langwieriger Erzwingungsstreik, wie Lauer später erläuterte. Die Kunden bat der Manager vorab um Verständnis.

Weber empfiehlt Härte

Der einflussreiche Lufthansa-Aufsichtsratschef Jürgen Weber stärkt seinen Nachfolgern in dem Konflikt den Rücken und rät zu Härte. „Besser man lässt es zum großen Knall kommen, bevor sich das Unternehmen aus dem Wettbewerb katapultiert“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die Gewerkschaften hätten seinerzeit verhindert, einen echten Billigflieger unter dem Dach der Lufthansa zu etablieren.

Die Lufthansa wollte in den festgefahrenen Verhandlungen am Mittwoch ein modifiziertes Angebot vorlegen, das sich ausschließlich mit Fragen der Vergütung und Eingruppierung der Stewards und Stewardessen beschäftigt. Zuvor hatte die Gewerkschaft umfassendere Gespräche über weitere Veränderungen beim Kabinenpersonal wie zum Beispiel den Einsatz von Leiharbeitern einseitig abgebrochen.

Die Kabinengewerkschaft will das neue Angebot nach eigenen Angaben schnell prüfen. Vor Donnerstag werde es aber voraussichtlich keine Bewertung geben, erklärte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies. Die Mitglieder der Gewerkschaft haben sich bereits in einer Urabstimmung deutlich für den Streik ausgesprochen. Für Freitag hat die Lufthansa noch zu einer weiteren Verhandlungsrunde eingeladen. Baublies sagte aber, es sei unmöglich, sich auf bestimmte Entgelte zu verständigen ohne dass die Lufthansa bei den strukturellen Plänen einlenkt.

Lufthansa findet sich mit Nachtflugverbot ab

Die Lufthansa gab am Dienstagabend auch bekannt, dass sie gegen das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen keine weiteren Rechtsmittel einlegen werde. Nach der Prüfung der schriftlichen Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts „sehen wir die Gründe klarer“, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft. Um Planungssicherheit zu haben, müssten die von den Richtern gebilligten 133 Flüge in den Nachtrandstunden von 22 bis 23 Uhr und von 5 bis 6 Uhr aber auch von den Flughafenausbaugegnern akzeptiert werden.

Außerdem sei eine verlässliche Regelung für Ausnahmegenehmigungen nach 23 Uhr notwendig, sagte der Sprecher. „Wir wollen die Grenze nicht aushebeln“, aber wenn die Lufthansa nicht für die Verspätung verantwortlich sei, beispielsweise bei Gewitter, müssten Starts auch noch um 23.01 Uhr möglich sein. Die Lufthansa unternehme alles, um pünktlich zu starten, betonte der Sprecher. Im Winterflugplan sei der letzte Abflug um 22.15 Uhr vorgesehen, 20 Minuten früher als derzeit.

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Von Patrick Welter

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