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Veröffentlicht: 12.03.2017, 08:13 Uhr

SXSW Daimler bringt die Cowboys nach Deutschland

Zusammen mit den Veranstaltern der „South by Southwest“ will der Autohersteller bei der nächsten IAA in Frankfurt eine Sonderschau veranstalten. Es wird der erste Ableger des Digitalfestivals außerhalb von Texas.

von , Austin
© AFP Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche

Die „South by Southwest“ oder „SXSW“ ist als Tummelplatz der digitalen Elite bekannt, aber in diesem Jahr kam auch ranghoher Besuch aus der deutschen Autoindustrie, also einer eher traditionellen Branche. Dieter Zetsche, der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, war zum ersten Mal bei dem Festival in Austin. Bei seinen Auftritten zeigte er sich in braunen Cowboystiefeln, die er sich nach eigener Aussage erst kurz nach seiner Landung auf amerikanischem Boden gekauft hatte.

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Seine Verbindung zu Texas geht aber über das Schuhwerk hinaus. Denn Daimler kündigte auch eine Allianz mit dem Veranstalter der South by Southwest an, deren Ergebnis im September auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt zu sehen sein soll. Die beiden Partner wollen in der Festhalle, wo die Daimler-Marke Mercedes-Benz üblicherweise ihre Autos zeigt, eine Sonderschau mit dem Namen „Me Convention“ veranstalten. Darüber hinaus sollen über ganz Frankfurt verteilt Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden. Es soll also eine Mixtur aus Dingen sein, wie das auch in Austin der Fall ist.

Für South by Southwest wird dies der erste Ableger außerhalb seiner texanischen Heimatstadt. Mit Details der gemeinsamen Frankfurter Konferenz hielten sich Daimler und die SXSW-Veranstalter noch zurück. Es wurden nur grob fünf Themengebiete umrissen, die zum Beispiel mit Digitalisierung und Urbanisierung zu tun haben. Hugh Forrest, der Programmchef des texanischen Festivals, sagte, in Frankfurt solle es um Dinge „jenseits von allem, das man bei einer Veranstaltung der Autoindustrie vermuten würde“, gehen.

Weg von der reinen Messe-Präsenz

Zetsche sagte gegenüber Journalisten, nach seinem Empfinden seien traditionelle Automessen „festgefahren“. In einer Mitteilung hieß es, Daimler wolle sich „von einer reinen Autopräsenz“ auf Messen wegbewegen, es solle mehr um Inspiration als um eine traditionelle Produktschau gehen. Daimler hat in den vergangenen Jahren allgemein seine Fühler jenseits klassischer Automessen ausgestreckt. Das Unternehmen gehörte zu den ersten Autoherstellern, die auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas Flagge gezeigt hat, die mittlerweile ein Pflichttermin der Branche ist.

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Der Daimler-Chef hielt in Austin auch einen Vortrag, der sich um selbstfahrende Autos drehte. Sein Schwerpunkt waren die digitalen Landkarten, die es dazu noch zu entwickeln gelte. Zetsche sagte, er sehe Mercedes-Benz auf dem Gebiet des autonomen Fahrens unter den klassischen Autoherstellern an der Spitze. Freilich drängen auch ganz andere Unternehmen auf diesen Markt, etwa Waymo, eine Tochtergesellschaft der Alphabet-Holding um den Internetkonzern Google. Zetsche gab zu, dass möglicherweise „ein bis zwei Unternehmen“ aus anderen Branchen gegenüber Mercedes-Benz noch einen Vorsprung haben, und er zeigte sich entschlossen, aufzuholen: „Es reicht nicht mehr, besser als BMW und Audi zu sein.“

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