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Streit um Kündigungsschutz : 18.000 Postbank-Beschäftigte streiken

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Verdi fordert einen Kündigungsschutz bis Ende 2022 und fünf Prozent mehr Geld. Bild: Helmut Fricke

Im Zuge der Eingliederung der Postbank in die Deutsche Bank kämpft die Gewerkschaft für einen langfristigen Kündigungsschutz. Jetzt haben sich die Mitglieder mit überwältigender Mehrheit für unbefristete Streiks ausgesprochen.

          Im Tarifstreit bei der Postbank haben sich die Mitglieder der Gewerkschaft Verdi für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Bei der Urabstimmung der Deutschen-Bank-Tochtergesellschaft hätten 97,7 Prozent der Verdi-Mitglieder für einen solchen Schritt gestimmt, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft am Sonntag mit.

          „Das Ergebnis zeigt deutlich, dass die Beschäftigten mit großer Entschlossenheit zu den Forderungen stehen“, betonte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Für die nächste Verhandlungsrunde am Montag hoffe Duscheck auf ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber. Das hätten diese jüngst signalisiert. Sollte es zu keiner Einigung komme, seien unbefristete Streiks möglich, warnte Duscheck.

          Verdi hatte die Gespräche über die Löhne und Gehälter für rund 18.000 Beschäftigte bei der Postbank und der Bausparkasse BHW Ende September abgebrochen. Mit einer Welle von Warnstreiks erhöhte die Gewerkschaft zuletzt den Druck auf die Arbeitgeber, sich in dem festgefahrenen Tarifkonflikt zu bewegen.

          Verdi geht es um einen langfristigen Kündigungsschutz im Zuge der Eingliederung der Postbank in die Deutsche Bank. Die Gewerkschaft fordert einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2022, die Postbank will ihn bisher nur bis Mitte 2019 zusagen. Auch beim Gehalt sind die Tarifparteien weit auseinander. Die Postbank bietet eine zweistufige Erhöhung um insgesamt 2,5 Prozent bei einer Laufzeit bis Mitte 2019, Verdi fordert fünf Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit.

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