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Streit um Karstadt Investor Berggruen greift die Deutsche Bank scharf an

25.08.2010 ·  Der Verkaufsprozess mit Karstadt kommt nicht voran - und das liegt an der Deutschen Bank, sagt Privat-Investor Berggruen der F.A.Z: „Die spielen mit dem Feuer und der Zukunft von Karstadt.“ Aber das Unternehmen sei kein Spielzeug.

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Im Ringen um die Zukunft des Essener Warenhausunternehmens Karstadt übt der Investor Nicolas Berggruen scharfe Kritik an der Deutschen Bank. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kritisiert Berggruen die Art und Weise, wie die Frankfurter Großbank den lange nach Abschluss des eigentlichen Bieterprozesses als Interessent aufgetretenen italienischen Warenhausbetreiber Maurizio Borletti unterstützt: „Ich kann nicht überblicken, welche kommerziellen Interessen Borletti und die Deutsche Bank verfolgen. Ich kann nur sagen, die spielen mit dem Feuer und der Zukunft von Karstadt“, sagte Berggruen. „Aber Karstadt ist kein Spielzeug.“ Die Gespräche mit Goldman Sachs als dem zweiten großen Partner hinter dem Vermieterkonsortium Highstreet funktionieren nach seinen Worten inzwischen etwas besser. Auch hinsichtlich der Verhandlungen mit der Essener Valovis-Bank sieht er sich so gut wie am Ziel.

Berggruen macht deutlich, dass die Zeit für die Rettung von Karstadt sehr knapp wird. Am 2. September wollen sich die Highstreet-Gläubiger in London treffen, um über die neuen Mietkonditionen abzustimmen. Einen Tag später will das Amtsgericht Essen über die Annahme des Insolvenzplans entscheiden. Zwar liegt nach den Worten Berggruens ein fertig verhandelter Mietvertrag schriftlich vor. Es seien aber noch einige technische Details zu klären. Um nicht in das Risiko einzugehen, erst am letzten Tag auf den Punkt zu kommen, habe er die Vertreter Highstreets frühzeitig für den 31. August zu einem Treffen einladen wollen. Diesem Wunsch wurde aber nicht entsprochen.

Der Milliardär fürchtet, dass Karstadt in die Liquidation geht, wenn nicht bis Ende kommender Woche alle Fragen geklärt sind. „Es wird dann keinen fortzuführenden Geschäftsbetrieb mehr geben.“ Denn man könne eine solche lebendige Organisation mit vielen Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten nicht ewig nur verwalten. Sollte die Übernahme gelingen, werde er an Tag eins 70 Millionen Euro eigenes Kapital in das Unternehmen stecken.

Das gesamte Gespräch mit Nicolas Berggruen: „Die Deutsche Bank spielt mit dem Feuer“

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