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Streit um Investment-Zertifikate Noch 98 Lehman-Klagen gegen Frankfurter Sparkasse

28.04.2010 ·  Die Frankfurter Sparkasse hat im Krisenjahr 2009 ihren Jahresgewinn um ein Mehrfaches gesteigert. Auch lichtet sich die Prozess-Front um den Verkauf von Lehman-Zertifikaten. 98 Klagen sind aber noch anhängig.

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Die Frankfurter Sparkasse (Fraspa) kann das Kapitel Lehman trotz Millionenzahlung an geschädigte Kunden noch nicht schließen. Dem Institut liegen nach jüngsten Angaben noch 98 Klagen von Kunden vor, denen die Sparkasse Zertifikate verkaufte, die mit der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 nahezu wertlos wurden. „In neun Fällen stehen darüber hinaus Berufungs- oder Revisionsverhandlungen nach vorinstanzlichen Urteilen an“, erläuterte Sparkassen-Chef Herbert Hans Grüntker bei der Bilanzvorlage in Frankfurt.

Insgesamt nahmen etwa 350 Kunden das Angebot der Sparkasse zum Rückkauf der Papiere zu 50 Prozent des Nominalwertes nicht an. Das Institut investierte 39,4 Millionen Euro. „Unser Kulanzangebot war zeitlich befristet und ist inzwischen abgelaufen“, betonte Grüntker. Melde sich jetzt noch ein Lehman-Opfer, werde der Einzelfall kulant geprüft.

Gewinnsprung im Krisenjahr

Inzwischen haben nach Angaben der Sparkasse 93 Prozent der etwa 5000 Betroffenen das Rückkaufangebot angenommen. Die riskanten Papiere - sogenannte Inhaberschuldverschreibungen - waren auch unerfahrenen Anlegern als sicheres Investment verkauft worden. In der Folge gab es mehrere Prozesse um die Beratungsleistung der Fraspa, die zur Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gehört, und anderer ausgebender Banken - mit unterschiedlichem Ausgang.

Mit einem Überschuss von 20,6 Millionen Euro im Krisenjahr 2009 nach 1,5 Millionen Euro im Vorjahr zeigte sich der Vorstand zufrieden. Nach einem guten Start ins neue Jahr sagte Grüntker: „Für 2010 sind wir vorsichtig optimistisch.“

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