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Streit um insolvente Airline : Ryanair will nicht für Air Berlin bieten

  • Aktualisiert am

Bild: BECHER/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Billiganbieter Ryanair fürchtet, dass der Großteil der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin an die Lufthansa geht. Chef O’Leary spricht von einem „abgekarterten Spiel“. Doch ein Angebot abgeben will er nicht.

          Die Billigfluglinie Ryanair will nicht für Teile der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin bieten. „Wir werden uns in diesen Prozess nicht einmischen. Es ist ein abgekartetes Spiel“, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary am Mittwoch in Berlin. Unter fairen und offenen Bedingungen wäre er interessiert, doch die gebe es derzeit nicht.

          Ryanair wirft Air Berlin und Lufthansa ein Komplott vor. Die Insolvenz sei künstlich erzeugt worden, damit Lufthansa Air Berlin schuldenfrei übernehmen könne. Andere Airlines würden in dem Verfahren benachteiligt. Ryanair habe deshalb das Bundeskartellamt und die EU-Wettbewerbskommission angerufen. Der Zeitpunkt der Insolvenz von Air Berlin Mitte August sei gewählt worden, um vor der Bundestagswahl Druck auf die Politik auszuüben.

          Air Berlin will bis zum 15. September Angebote von Investoren einsammeln. Aus dem Umfeld des Konzerns hieß es: "Ryanair gehört nicht zum Kreis der Interessenten für Air Berlin. Die haben sich auch noch nicht gemeldet." O'Leary sagte, er habe keinen Kontakt zu Air Berlin, dem Sachwalter oder der Bundesregierung.

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