11.09.2008 · Im Skandal um falsch datierte Aktienoptionen haben Top-Manager des Computerkonzerns Apple offenbar einem 14 Millionen Dollar schweren Vergleich zugestimmt. Das berichtet eine Zeitung. Bestätigt sich dies, wäre ein jahrelanger erbitterter Streit zu Ende.
Im seit Jahren bekannten Skandal um falsch datierte Aktienoptionen haben Top-Manager des Computerkonzerns Apple einem 14 Millionen Dollar schweren Vergleich zugestimmt. Die Einigung erfolgte mit Apple-Chef Steve Jobs sowie anderen heutigen und früheren Führungskräften vor einem Bundesgericht im kalifornischen San Jose, berichtete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag unter Verweis auf Gerichtsunterlagen.
Apple hatte bereits Ende 2006 nach eigenen Untersuchungen Fehler eingeräumt und sie verbunden mit Belastungen in zweistelliger Millionenhöhe korrigiert.
Versicherung zahlt 10 Millionen Euro an Apple
Im Rahmen der Einigung zahle eine Versicherung des durch die Optionen selbst geschädigten Unternehmens 14 Millionen Dollar (10 Millionen Euro) an Apple, berichtete das Blatt. Der Konzern wiederum reiche knapp neun Millionen Dollar unter anderem für Anwaltskosten an Aktionäre weiter, die geklagt hatten. Der Vergleich müsse noch bei einer Anhörung Ende Oktober offiziell bestätigt werden.
Bei der Rückdatierung der als Vergütung gezahlten Optionen wird nachträglich ein Termin ausgesucht, zu dem der Kurs der Aktie niedrig war. So lässt sich bei der späteren Einlösung der Optionen mehr Gewinn erzielen. Dies geht auf Kosten des Unternehmens und damit der Aktionäre. Die Rückdatierung war in den Vereinigten Staaten eine weit verbreitete Praxis und löste eine Welle von Untersuchungen und Klagen bei zahlreichen Unternehmen aus. Viele Manager verloren ihre Jobs.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.372,91 | −1,52% |
| Dow Jones | 12.448,50 | −1,05% |
| EUR/USD | 1,2417 | −0,57% |
| Rohöl Brent Crude | 104,03 $ | −2,64% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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