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Streik zeigt Wirkung Lufthansa streicht 70 Kurzstreckenflüge

29.07.2008 ·  Die Lufthansa muss heute wegen des Streiks bis zu 70 Flüge streichen. Betroffen seien innerdeutsche oder europäische Flüge. So zeigt der Streik doch erste Wirkungen: Die Flugzeuge müssen am Boden bleiben, weil sie am Montag nicht gewartet wurden.

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Der Streik der Gewerkschaft Verdi bei der Lufthansa beginnt zu wirken und zeitigt Konsequenzen für den Flugverkehr: Am Dienstag wurden an deutschen Flughäfen mehrere Verbindungen gestrichen. In Hamburg wurden nach Flughafen-Angaben insgesamt sieben Flüge nach München und Frankfurt für den Zeitraum zwischen 7.00 und 21.00 Uhr abgesagt. Sechs Flüge von Hannover nach München und Frankfurt starteten nicht, sagte ein Flughafen-Sprecher. In Bremen werden wegen der Streiks vermutlich zwei Flüge ausfallen, teilte die Lufthansa mit. Zudem wurde ein früher Flug von Frankfurt nach Berlin-Tegel gestrichen.

Bis zu 70 Flüge muss die Lufthansa heute streichen. Betroffen seien innerdeutsche oder europäische Flüge, sagte ein Sprecher am Dienstag. Die Flüge sollen auf Strecken ausfallen, bei denen die meisten Passagiere auf frühere oder spätere Maschinen umgebucht werden können. Am Montag hätten neun Kontinentalflugzeuge - sechs in Frankfurt und drei in München - aufgrund des Streiks nicht wie vorgesehen
gewartet werden können und stünden nun nicht zur Verfügung, sagte ein Sprecher. Der Langstreckenverkehr sei von den Ausfällen nicht betroffen. Die erwateten 60 bis 70 Flugausfälle stellen nach Unternehmensangaben etwa drei Prozent der Tagesleistung der Airline dar.

Die Gewerkschaft Verdi hat den Streik heute ausgeweitet. Neben den Beschäftigten in Frankfurt am Main und Hamburg sind auch Lufthansa-Mitarbeiter auf den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sowie in Stuttgart und Nürnberg zum Streik aufgerufen. Vier Flüge von und nach Berlin fallen wegen des Streiks am Dienstagmorgen aus: zwei Flüge von Tegel nach Frankfurt/Main und einen nach München sowie einen Flug von Frankfurt/Main in die Hauptstadt. In Frankfurt am Main ist für 09.30 Uhr eine Zusammenkunft von Streikenden geplant. Am Flughafen Leipzig/Halle legten abermals Techniker ihre Arbeit nieder.

In dem Tarifkonflikt bei der Lufthansa verlangt Verdi höhere Gehälter für etwa 50.000 Lufthansa-Beschäftigte am Boden und in der Kabine. Die Gewerkschaft fordert 9,8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von einem Jahr. Lufthansa hatte zuletzt gestaffelt 6,7 Prozent mehr Geld bei 21 Monaten Laufzeit und eine Einmalzahlung angeboten. Da es bis zuletzt keine Einigung gab, hatte Verdi das Kabinen- und Bodenpersonal in der Nacht zum Montag aufgerufen, die Arbeit bundesweit niederzulegen.

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Von Heike Göbel

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