Home
http://www.faz.net/-gqi-zokv
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Dienstag, 14. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Stellenabbau Kräftemessen bei Siemens

05.07.2008 ·  Es ist eines der der größten Stellenabbau-Programme in der Geschichte des Siemenskonzerns: 17.000 Stellen sollen nach bislang nicht bestätigten Berichten gestrichen werden, davon 6.450 in Deutschland. Welche Standorte wird es treffen? Anfang der kommenden Woche will der Konzern „zwei Tage lang Rede und Antwort stehen“.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

In München wird am Montag und Dienstag über eines der größten Stellenabbau-Programme in der Geschichte des Siemenskonzerns verhandelt. 17.000 Stellen sollen nach bislang nicht bestätigten Berichten gestrichen werden, davon 6.450 in Deutschland. Personalvorstand Siegfried Russwurm will den Belegschaftsvertretern die exakten Zahlen, heruntergebrochen auf die einzelnen Standorte, präsentieren und den Betriebsräten im Wirtschaftsausschuss „zwei Tage lang Rede und Antwort stehen“, wie er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte. Vorstandschef Peter Löscher hingegen will an den Verhandlungen nicht teilnehmen.

IG Metall und Arbeitnehmervertreter drohen unterdessen mit Streik, sollte die Unternehmensleitung bei ihren Maximalforderungen bleiben. Die Zahl von 17.000 Stellen sei „völlig überhöht“, kritisierten Arbeitnehmervertreter. „Bevor wir Siemens und damit unsere Arbeitsplätze gefährden, ist es unsere Pflicht, notfalls auch einen Arbeitskampf durchzuführen“, sagte Gesamtbetriebsratsmitglied Werner Mönius. Vorstandschef Löscher entgegnete: „Wir lassen uns nicht unter Druck setzen. Uns ist die Tragweite unserer Pläne bewusst.“

Gegenstand der Verhandlungen ist sowohl die Gesamtzahl der Stellen, die abgebaut werden sollen, wie auch die Art und Weise, in der das geschieht. Unter anderem ist offenbar eine Transfergesellschaft für nicht mehr benötigte Mitarbeiter im Gespräch. „Es dürfte auch über einen Interessensausgleich und Angebote zum Vorruhestand gesprochen werden“, sagte ein Sprecher der IG Metall in München.

Ein Ergebnis erwarte er noch nicht. Der Gesamtbetriebsrat werde sich mit Entscheidungen zu diesem Thema voraussichtlich erst auf seiner nächsten regulären Sitzung in der 30. Kalenderwoche befassen. Die Unternehmensleitung will am Dienstag auf einer Pressekonferenz erste Details veröffentlichen.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Teure Worte

Von Gerald Braunberger

Der angestrebte Vergleich mit den Kirch-Erben lehrt die Deutsche Bank, dass unglückliche Äußerungen sehr teuer werden können. Doch ein Ende mit Schrecken ist einem Schrecken ohne Ende oft vorzuziehen. Mehr

13.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.738,47 +0,68%
 OK
14.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.738,47 +0,68%
FAZ-INDEX 1.504,02 +0,59%
TecDAX 775,33 +0,71%
MDAX 10.290,00 +0,40%
SDAX 5.011,74 +0,53%
REX 421,76 +0,17%
Eurostoxx 50 2.491,54 +0,43%
F.A.Z. EURO INDEX 80,48 +0,59%
Dow Jones 12.874,00 +0,57%
Nasdaq 100 2.569,49 +0,87%
S&P500 1.351,77 +0,68%
Nikkei225 8.999,18 +0,58%
EUR/USD 1,3161 −0,07%
Rohöl Brent Crude 117,79 $ −0,09%
Gold 1.727,00 $ +0,91%
Bund Future 138,32 € −0,22%